Gemeinde Antau verzichtet vorerst auf Investitionen

Haushaltsvoranschlag 2024

Vor Kurzem wurde in der Gemeinde Antau einstimmig das Budget für das Jahr 2024 beschlossen. Bis auf die Abwicklung des Projekts „LED-Umstellung Straßenbeleuchtung“ wird von der Gemeinde auf weitere Investitionen verzichtet.

Die Gemeinde Antau investiert im Jahr 2024 vorerst in keine neuen Projekte.

Die Gemeinde Antau investiert im Jahr 2024 vorerst in keine neuen Projekte.

© Bilderbox, Erwin Wodicka

Kürzlich beschloss der Gemeinderat Antau einstimmig das Budget für das Jahr 2024. Beim Haushaltsvoranschlag 2024 wird seitens der Gemeinde vorerst auf weitere Investitionen und auf neue Projekte verzichtet.

Betriebsansiedlung und Zuzug von Einwohnern notwendig

„Die Rahmenbedingungen zur Erstellung des Budgets für das Finanzjahr 2024 gestalten sich wohl für fast alle Gemeinden als sehr ungünstig“, so Bürgermeister Frank Wiemer zur Erstellung des Budgets.

Der einzige Lichtblick im vorliegenden Budget ist laut dem Bürgermeister die Steigerung bei der Kommunalsteuer um fast ein Drittel zum Vorjahr. Mit rund 269.400 Euro wird dort ein neuer Rekordwert erreicht. Durch weitere Betriebsansiedlungen im Gewerbepark Antau könnte die Gemeinde auf Dauer ihre finanzielle Unabhängigkeit bewahren.

Die Personalkosten hingegen haben sich in den letzten Jahren laut dem Bürgermeister als größte Belastung erwiesen. „Die Einführung des Mindestlohns und die hohen Gehaltsabschlüsse der letzten Jahre bei den Vertragsbediensteten waren sehr kostspielig. Zudem müssen im Jahr 2024 die Abfertigungen für zwei Dienstnehmer, die in Pension gehen aufgebracht werden“, meint er.

Auch die Einführung einer Kinderkrippengruppe führt zu höheren Aufwendungen, weil sowohl bei den Pädagoginnen als auch den Betreuerinnen mehr Stunden und mehr Personen notwendig sind. Das führte dazu, dass die Personalkosten im Vergleich zum Jahr 2020 um mehr als ein Drittel angestiegen sind.

Die gestiegenen Einnahmen können laut Bürgermeister Frank Wiemer die ebenfalls gestiegenen Ausgaben bei weitem nicht mehr abdecken. „Trotzdem zeigt sich, dass sich die Gemeinde nach dem Jahr 2023 auch im Jahr 2024 ein weiteres Mal aus ihrer noch ausreichenden Substanz finanziert. Langfristig wird das aber nicht möglich sein und die Politik auf Bundes- und Landesebene ist gefordert hier Lösungen für die Finanzierung der Gemeinden zu finden“, so Frank Wiemer.

Auch die mittelfristige Finanzplanung der Gemeinde, in der die Jahre 2025 bis 2028 einen negativen Wert aufweist, scheint einen trüben Ausblick zu geben. „Um wieder Spielraum zu erlangen, bedarf es weiterer Anstrengungen im Bereich der Betriebsansiedlungen und dem Zuzug von Einwohnern“, erklärt Wiemer.

Antau verzichtet auf Investitionen

Im Jahr 2024 soll nur die für die Gemeinde Antau kostenneutrale Abwicklung des Projekts „LED-Umstellung Straßenbeleuchtung“ umgesetzt werden. Auf weitere Investitionen wird vorab fast zur Gänze verzichtet.

Nur im Bereich des Gewerbeparks sollen weitere Aufschließungsmaßnahmen erfolgen, sobald die Gemeinde dort Grundflächen akquirieren kann. Das im Vorjahr geplante Projekt „Baulanderschließung Andreasweg“ ist aufgrund der vom Land festgelegten Höchstpreise für den Verkauf von Bauland durch die Gemeinde nicht mehr umsetzbar und daher vorerst für die Gemeinde nicht mehr relevant.