Neusiedls Schulen wieder im Präsenzunterricht: Aber Polizei warnt
Hohe Strafen
Nachdem am Dienstag in den Neusiedler Schulen HAK/HAS, Pannoneum, Gymnasium, Mittelschule und Polytechnische Schule Homeschooling angeordnet worden ist, wurde heute, Mittwoch, wieder der Präsenzunterricht aufgenommen.
Im Schulgebäude von Pannoneum und Akademie der Wirtschaft (HAK/HAS) wurden "sicherheitsrelevante Hinweise“ gefunden.
© Birgit Böhm-Ritter
Am Dienstag blieben alle Schulen im Schulzentrum geschlossen, weil im Gebäude er HAK/HAS und des Pannoneum „sicherheitsrelevante Hinweise“ gefunden worden waren. Die Bildungsdirektion gab gestern Abend in einem Elternbrief bekannt, dass man in „dieser Angelegenheit“ mit der Bezirkshauptmannschaft Neusiedl/See und dem Bezirkspolizeikommando Neusiedl/See im engen Austausch sei. Nach derzeitiger Lagebeurteilung könne die Bildungsdirektion Burgenland dem Präsenzunterricht ab 26. März 2025 an den genannten Schulen wieder zustimmen. „Die polizeilichen Ermittlungen werden weiter fortgesetzt“, hieß es allerdings im Brief an die Erziehungsberechtigten.
Gerüchte um Amoklauf-Ankündigung
In Whatsapp-Gruppen und auf Plattformen der Sozialen Medien kursierte ein Bild, das die mutmaßliche Ankündigung eines Amoklaufs am 25. März in Form einer Schmiererei auf einem WC zeigt. Auf Nachfrage der BVZ wollte Polizeisprecher Marban nichts über die polizeiliche Vorgehensweise oder das kursierende Bild sagen, nur so viel: Man "will keine Plattform für eventuelle Nachahmer bieten“, solche Personen würden sich an medialer Aufmerksamkeit und Konsequenzen wie geschlossenen Schulen ergötzen.
Wie die Polizei in einer Aussendung klarstellte, handelt es sich bei einer Ankündigung eines Amoklaufs um keinen kleinen Schülerstreich, rund 3.000 Schülerinnen und Schüler und das gesamte Lehrpersonal konnten dadurch nicht am geregelten Schultag teilhaben, wodurch das Strafdelikt des „Landzwanges“ verwirklicht wurde.
Bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe
Bei diesem Vergehen ist mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren zu bestrafen. Da Jugendliche ab dem 14. Lebensjahr strafmündig sind und diese Ankündigung im Gebäude der HAK bzw. des Pannoneum aufgefunden wurde, geht die Polizei davon aus, dass es sich um eine strafmündige Person handelt.
Sollten der oder die Täter ausgeforscht werden, wird dies strafrechtliche Konsequenzen nach dem oben angeführten Strafdelikt nach sich ziehen.