Was wird aus der alten Volksschule in Güssing?
Ideen gefragt
Die Zukunft der alten Volksschule in Güssing ist offen. Die ÖVP Güssing möchte einen Nachfolgeplan und kann sich vorstellen, die Bevölkerung einzubinden. Von betreutem Wohnen bis zu Freizeitangeboten für Jugendliche stehen viele Ideen im Raum. Bürgermeister Vinzenz Knor will konstruktive Zusammenarbeit.
Zur sinnvollen Nachnutzung der Schule braucht es Ideen. Die ÖVP kann sich dabei eine Bürgerbeteiligung vorstellen.
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Die alte Volksschule in Güssing diente über viele Jahre als Bildungseinrichtung. Mit der Fertigstellung des neuen Schulcampus in der Schulstraße wurden die Volksschule, die Allgemeine Sonderschule und die Zentralmusikschule in das neue Gebäude verlegt. Die zukünftige Verwendung des in den Jahren 1949/1950 gebauten Gebäudes ist offen.
Die ÖVP Güssing wollte das Haus in ein Gesundheitszentrum verwandeln, doch dieser Plan ist mit dem neuen Ärztezentrum mit Spatenstichfeier am 12. März vom Tisch. „Egal, was da hin kommt, es muss ein Frequenzbringer her“, sagt ÖVP Stadtparteiobmann Philipp Krobath. „Vielleicht etwas in Richtung Physio, oder ein Umbau in betreutes Wohnen, genügend Parkplätze und ein Park wären ja vorhanden“, sagt Krobath. „Wir sind bereit, uns zusammenzusetzen, es braucht da einen Gesamtbeschluss durch alle Fraktionen, dass sich jeder einbringen kann“, sagt der ÖVP-Obmann, der noch eine interessante Idee ins Spiel bringt. „Ich kann mir da durchaus auch eine Bürgerbeteiligung vorstellen. Wir könnten doch auch die Bevölkerung befragen. Oberwart mit seiner Vision 2035 zeigt es vor, wir hatten schon vor Jahren einen ähnlichen Prozess, nur man muss das einfach auch umsetzen und angehen. Wir müssen einen Weg vorgeben“, sagt Philip Krobath. „Stegersbach zeigt das jetzt auch vor. Wir haben auch keine Räumlichkeiten für 12 bis 18-Jährige außerhalb des Schulcampus. Da gibt es sehr viele Ideen, die wir besprechen könnten“.
Bürgermeister will Ideen besprechen
„Ich kenne diese Forderung der ÖVP nicht. Es wäre nett, wenn man das im Stadtrat besprechen würde“, zeigt sich Bürgermeister Vinzenz Knor überrascht. „Ich bevorzuge eine Zusammenarbeit in aller Ruhe, um dann gemeinsam etwas zu entwickeln. Bei Stadtratssitzungen, bei Sitzungen des Gemeinderates. Da gibt es genug Möglichkeiten. Ich bevorzuge ein Brainstorming, um dann weiter zu reden. Ideen zur Nachnutzung von Gebäuden dauern, das hat man ja auch bei der Bürgerschule gesehen“, sagt Güssings Stadtchef. „Die Menschen wollen Harmonie“, sagt Knor. „Harmonie wollen wir auch“, sagt Philip Krobath. „Das sind keine Forderungen von uns, das ist ein Einbringen von Ideen, das ist lediglich ein Anstoß. Und eine Bürgerbeteiligung wäre schon auch sehr interessant“, sagt der ÖVP Stadtparteiobmann.
Fazit: Die Zukunft des alten Schulgebäudes bleibt offen, doch die Diskussionen über eine sinnvolle Nachnutzung sind angestoßen. Ein gemeinsamer Dialog aller politischen Fraktionen und eine mögliche Bürgerbeteiligung könnten dabei helfen, eine tragfähige Lösung zu finden. Ziel bleibt es, eine Nutzung zu etablieren, die einen Mehrwert für die Stadt schafft und den Bedürfnissen der Bevölkerung entspricht.