(K)ein unbekanntes Gesicht auf der Oberloisdorfer Ersatzbank
II. Liga Mitte
Trainerneuling Stefan Artner übernimmt die Meisterelf aus Oberloisdorf.
© zVg
Nach der Trennung von Dieter Komanovits, der bereits in Neutal einen neuen Trainerposten gefunden hat, ist auch in Oberloisdorf die Katze aus dem Sack. Stefan Artner wird Übungsleiter beim 1. Klasse-Champion. Als Spieler und Funktionär (ehemaliger Sportlicher Leiter beim SC Lockenhaus-Rattersdorf) ist er ein bekanntes Gesicht im Bezirk, seine größten Erfolge feierte er mit seinem neuen Klub. In Oberloisdorf wurde er sowohl in der 2. Klasse als auch eine Liga höher Meister, das obendrein noch en suite.
Wenngleich Artner mit seinen erst 32 Jahren der zweitjüngste Coach in der kommenden Saison sein wird (nur Pöttschings Thomas Köller ist mit 28 Jahren noch jünger), sieht sich das Trainerküken schon länger im Trainersessel und das obwohl die aktive Karriere noch gar nicht so lange her ist. „Eigentlich hatte ich nicht am Schirm, im Sommer schon meine erste Trainerstation anzutreten. Ins Auge gefasst habe ich es aber schon in absehbarer Zeit, da ich mich generell sehr viel mit dem Fußball auseinandersetze.“
Traumpaar-Potential
Nicht nur die Erfolge und der Sport an sich verbinden den Neo-Trainer mit seinem neuen Wohnzimmer. In seiner Zeit als SVO-Kicker lernte er seine Frau kennen und haust nun mit ihr und den beiden Kindern in seiner Wahlheimat. Bessere Vorzeichen kann es für die erste Station als Cheftrainer kaum geben, meint auch ein motivierter Trainerdebütant: „Es ergab sich damit eine für mich ganz speziell Option, weil ich selbst eine besondere Bindung zum Verein habe. Ich kann mich hier auf den Vorstand und viele Freunde aus meiner aktiven Zeit verlassen und weiß, welche Bedeutung der Verein für die Ortschaft hat.“
Never change a winning team
Feststeht, dass Artner wohl zur Gänze mit denselben Spielern, die vergangene Spielzeit vollkommen verdient den Meistertitel nach Oberloisdorf holten, das neue Abenteuer starten wird. Große Transferpläne schmiedet man beim frischgebackenen Aufsteiger demnach nich, lediglich Torwart Marton Horvath wird eins zu eins ersetzt werden. Weniger Selbstvertrauen, in der Liga dennoch bestehen zu können, gibt es von Sektionsleiter Manuel Pratscher deswegen aber keineswegs: „Wir müssen uns nach der Decke strecken und mit dem Kader, den wir jetzt haben, auskommen. Der hat meiner Meinung nach aber genug Qualität und wir wissen auch, was auf uns zukommt. Dementsprechend wird da nicht mehr viel kommen.“
Auch der Neo-Coach ist sich der Challenge freilich bewusst: „Ich sehe uns als Underdog der Liga. Wir haben einen seh kleinen Kader und werden im Laufe der Saison auch Abwesenheiten haben. Dafür haben mir aber bereits verdiente Spieler versichert, dass sie dabeibleiben und wieder vermehrt helfen werden. Davor habe ich auch angesichts derer beruflichen und familiären Situationen großen Respekt“, erstarrt aber sicherlich nicht in Ehrfurcht: „Uns erwartet eine große und spannende Herausforderungin der 2. Liga - aber gemeinsam werden wir Woche für Woche alles raushauen.“
Trainingsstart des SVO ist kommenden Montag, das erste Testspiel ist gleich ein absoluter Hingucker. Am darauffolgenden Sonntag ist Schlaining und damit der 1-Klasse-Champion aus dem Landessüden zu Gast in Oberloisdorf.