Das Burgenland hebt Weinkultur auf europäische Ebene

Im Ausschuss der Regionen

Zur Stärkung der Weinwirtschaft hat das Burgenland im Ausschuss der Regionen eine internationale Initiative ins Leben gerufen: Zwölf Regionen aus fünf EU-Staaten haben ihre Unterstützung bereits zugesagt, darunter das weltweit größte Anbaugebiet La Mancha, der Piemont oder die Toskana.

Initiative auf EU-Ebene: Landesrat Heinrich Dorner (M.) als Vertreter im Ausschuss der Regionen und Wein-Burgenland-Obmann Herbert Oschep (r.) mit Protokollchef und Verbindungsbüro-Leiter Rainer Winter (l.).

Initiative auf EU-Ebene: Landesrat Heinrich Dorner (M.) als Vertreter im Ausschuss der Regionen und Wein-Burgenland-Obmann Herbert Oschep (r.) mit Protokollchef und Verbindungsbüro-Leiter Rainer Winter (l.).

© Landesmedienservice

Mit der burgenländischen Initiative wird auf eine Vertiefung der überregionalen Zusammenarbeit abgezielt, die wichtige Impulse für die Regionen bringen soll - und wie nun bekanntgegeben wurde, schreitet die Gründung voran: Die interregionale Gruppe im EU-Ausschuss der Regionen (AdR) wird unter dem Titel „Weinwirtschaft und Weinkultur“ intensiv betrieben, konkrete Zusagen zur Unterstützung haben zwölf Regionen aus fünf EU-Staaten abgegeben. Neben Österreich kamen diese auch bereits aus Italien, Rumänien, Spanien und Polen.

Darunter finden sich bekannte Weinbaugebiete wie der Piemont, die Toskana oder La Mancha, mit 190.000 Hektar das größte Weinbaugebiet der Welt. Weitere Interessenten gebe es unter anderem aus Spanien, Deutschland, der Slowakei, Slowenien oder Ungarn, berichten Landesrat Heinrich Dorner, der das Land im Ausschuss vertritt, und Wein-Burgenland-Obmann Herbert Oschep. Oberstes Anliegen sei es, die europäische Weinwirtschaft zu stärken und die überregionale Zusammenarbeit deutlich zu vertiefen.

Präsentation im Februar in Brüssel

„Unser Vorhaben nimmt weiter Formen an, immer mehr Regionen erkennen den Wert des Weinbaus und seinen großen Beitrag für eine prosperierende Wirtschaft. Dadurch werden Arbeitsplätze gesichert, Abwanderung aus ländlichen Regionen wird verhindert, und es wird für wachsenden Wohlstand gesorgt“, verweist Landesrat Dorner auf die positiven Effekte der Offensive. Präsentiert werden soll die Initiative im Rahmen der AdR-Plenartagung im Februar in Brüssel.

Welche Bedeutung die europäische Weinwirtschaft hat, zeige ein Blick auf die Zahlen, betont Wein-Burgenland-Obmann Herbert Oschep: „2,9 Millionen Arbeitskräfte sind in der europäischen Weinwirtschaft beschäftigt. Der Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt der EU beträgt 130 Milliarden Euro, 52 Millionen Euro fließen an Steuereinnahmen. In Wissenschaft und Entwicklung investiert der Sektor 1,1 Milliarden Euro.“ Allein diese Kenndaten würden den enormen Stellenwert der Weinwirtschaft verdeutlichen.

Und: Gerade das Burgenland zeige vor, „welche Rolle der Wein als Türöffner für andere Wirtschaftsbereiche hat“, verweist Oschep etwa auf die Impulse im Tourismus: „Mit dieser europäischen vinophilen Initiative haben wir für großes Aufsehen gesorgt. Viele europäische Regionen sind uns sehr dankbar, dass wir uns dermaßen intensiv für die europäische Weinwirtschaft einsetzen. Uns ist diese große Verantwortung bewusst. Das Burgenland wird in seiner Führungsrolle dafür sorgen, dass die Rahmenbedingungen für die vielen Winzerinnen und Winzer stetig und nachhaltig verbessert werden.“