Neues Naturschutzgebiet „Donatuskreuz“ entsteht in Marz

In Naturpark

Der Naturpark Rosalia-Kogelberg setzt ein weiteres wichtiges Zeichen für den Naturschutz: Mit einem Budget von 220.000 Euro aus dem Biodiversitätsfonds Österreich werden in der Naturparkgemeinde Marz umfassende Renaturierungsmaßnahmen gesetzt. Hier leben seltene Tier- und Pflanzenarten wie die Zwergohreule, der Bienenfresser, die Rotbauchunke oder die Große Kuhschelle und der Diptam. In den kommenden Monaten wird hier auf einer Fläche von 2,5 Hektar das neue Naturschutzgebiet „Donatuskreuz“ entstehen.

Günter Schmidt (Bürgermeister Rohrbach), Gerald Hüller (Bürgermeister Marz), Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner, Kurt Fischer (Bürgermeister Baumgarten und Naturpark-Obmann Kurt Fischer), Marlene Hrabanek-Bunyai (Geschäftsführerin Naturpark Rosalia-Kogelberg) und Julian Dorfmeister (Landwirtschaftsbetrieb-Koordinator des Naturparks) erläuterten die Renaturierungsmaßnahmen.

Günter Schmidt (Bürgermeister Rohrbach), Gerald Hüller (Bürgermeister Marz), Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner, Kurt Fischer (Bürgermeister Baumgarten und Naturpark-Obmann Kurt Fischer), Marlene Hrabanek-Bunyai (Geschäftsführerin Naturpark Rosalia-Kogelberg) und Julian Dorfmeister (Landwirtschaftsbetrieb-Koordinator des Naturparks) erläuterten die Renaturierungsmaßnahmen.

© zVg

Das Renaturierungsprojekt „Donatuskreuz“ in Marz wird mit 220.000 Euro vollständig durch den Biodiversitätsfonds Österreich gefördert. Diese 100-prozentige Förderung ermöglicht es, die ökologische Vielfalt des Gebiets durch gezielte Maßnahmen zu fördern. Dazu zählen die Wiederherstellung naturnaher Wiesen, die Förderung heimischer Gehölze und die Schaffung von Rückzugsräumen für Wildtiere. Die Region um das Donatuskreuz wird damit nicht nur ökologisch aufgewertet, sondern auch für naturinteressierte Besucher:innen erlebbar gemacht.

Geplant sind hier in den kommenden Monaten bis Jahresende 2025 unter anderem:

• Rodungs- und Entbuschungsmaßnahmen

• Neuanlage einer Steilwand für Bienenfresser Kolonien

• Anlage eines Amphibienlaichgewässers

• Ansaat einer Trockenrasenfläche mit regional typischem Saatgut

• Erhaltung von alten Bäumen durch professionellen Schnitt

• Anlage einer Streuobstwiese

• Pflegemahd & extensive Bewirtschaftung

Bis zum Herbst soll das Gebiet auch als neues Naturschutzgebiet unter Schutz gestellt werden. Das kündigte Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner bei einer am Donnerstag, den 27. Februar organisierten Pressekonferenz an. Das naturschutzrechtliche Verfahren werde bereits in den nächsten Wochen starten: „Das Gebiet ist ein Paradies für viele seltene Pflanzen- und Tierarten. Diesen Reichtum zu bewahren, ist Aufgabe des Naturschutzes und es ist auch mein Ziel als verantwortliche Landesrätin“, so Haider-Wallner.

Der Biodiversitätsfonds Österreich stellt die finanziellen Mittel für den Schutz der biologischen Vielfalt bereit. „Dank dieser Förderung können wir gezielt Renaturierungsmaßnahmen umsetzen und einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung unserer einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft leisten“, betont Naturpark Obmann Kurt Fischer. Stimmen zum Projekt Kurt Fischer, Obmann des Naturparks Rosalia-Kogelberg: „Eines der vier zentralen Ziele jedes Naturparks ist der Naturschutz vor Ort. Mit der Renaturierung des Gebiets Donatuskreuz setzen wir ein starkes Zeichen dafür, dass gemeinsam mit Gemeinden, Grundeigentümern und engagierten Menschen eine intakte Natur erhalten und gefördert werden kann. Dieses Projekt ist ein weiterer Meilenstein in unseren Bestrebungen, die artenreiche Landschaft des Naturparks zu bewahren und nachhaltig zu gestalten.“

Gerald Hüller, Bürgermeister von Marz und Obmann-Stellvertreter des Naturparks: „Ein Projekt wie dieses kann nur gelingen, wenn viele Personen an einem Strang ziehen. Mein besonderer Dank gilt daher den Grundstückseigentümer:innen, die mit ihrem Engagement und der Bereitstellung ihrer Flächen aktiv zur Erhöhung der Biodiversität in unserer Gemeinde beitragen. Diese Kooperation zeigt, dass Naturschutz und lokale Interessen erfolgreich miteinander verbunden werden können.“

Marlene Hrabanek-Bunyai, Geschäftsführerin des Naturparks Rosalia-Kogelberg: „Solche Renaturierungsmaßnahmen sind ohne entsprechende Förderungen nicht realisierbar. Dank der Unterstützung konnten wir mit aufwendigen Arbeiten wie Rodungen, Entbuschungen und der Anlage von Wildwiesen, Trockenrasen sowie Streuobstwiesen beginnen. Zudem planen wir die Einrichtung von Himmelsteichen und die Errichtung einer Bienenfresserwand im oberen Bereich des Donatuskreuzes. Über den Biodiversitätsfonds Österreich Der Biodiversitätsfonds Österreich wurde vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) ins Leben gerufen, um den Erhalt, die Verbesserung und die Wiederherstellung der biologischen Vielfalt in Österreich zu fördern. Von 2021 bis 2026 stehen insgesamt 80 Millionen Euro zur Verfügung, wovon 50 Millionen Euro aus Mitteln des EU-Aufbauplans stammen.