Wirklich „mein“ Haus

Individuell

Kann ich mein Fertighaus planen, wie ich will? Muss ich im Fertighaus wirklich nichts mehr selber machen? Ist mein Fertighaus nach hundert Jahren überhaupt noch etwas wert? Diese Fragen beschäftigen Baufamilien immer wieder. Wir haben die Antworten.

Praktisch jedes Fertighaus, das in Österreich von einem Unternehmen des Fertighausverbandes errichtet wird, entsteht nach individuellen Wünschen und Plänen der Baufamilien.

Praktisch jedes Fertighaus, das in Österreich von einem Unternehmen des Fertighausverbandes errichtet wird, entsteht nach individuellen Wünschen und Plänen der Baufamilien.

© HARTL HAUS

Manche Vorurteile in Sachen Fertighaus haben sich über Jahrzehnte gehalten. Obwohl sie seit ebenso langer Zeit schon nicht stimmen. „Es ist uns natürlich gelungen, diese Vorurteile weitestgehend zu entkräften, aber hin und wieder werden wir auch heute noch damit konfrontiert“, sagt Christian Murhammer vom Österreichischen Fertighausverband.

Alles individuell

So ist das „Haus von der Stange“, das es vor Jahrzehnten tatsächlich gegeben hat, heute gänzlich von der Bildfläche verschwunden. Das liegt unter anderem daran, dass es in den Katalogen und auf den Websites der
Fertighausunternehmen verschiedene Haustypen mit vorgefertigten Grundrissen gibt, die den Baufamilien einen Überblick über das Angebot geben sollen.

Klassische „Typenhäuser“ sind sie aber schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Vielmehr dienen diese Haustypen als Basis für weitere, höchst individuelle Planungen. Heute werden praktisch alle Fertighäuser nach den individuellen Wünschen der Kunden gefertigt – manche auf Basis dieser Haustypen mehr oder weniger stark verfeinert, manche komplett nach individuellen Plänen.

Wer seine Wohnwünsche aber schon im vorgeschlagenen Haustyp wiederfindet, kann sich auch 1:1 für ein Haus aus dem Katalog entscheiden. Wichtig in diesem Zusammenhang: Preislich ist es völlig egal, ob man sich für ein „vorgeplantes“ Haus entscheidet oder einen ganz und gar individuellen Plan umsetzen lässt.

Heimwerken muss nicht sein

Entspannt zurücklehnen und dabei zusehen, wie das Traumhaus Realität wird, ohne seine handwerklichen Fähigkeiten auf die Probe stellen zu müssen – das geht natürlich bei einem Fertighaus, wie der Name schon vermuten lässt.

Allerdings kann auch ein Fertighaus ein durchaus lohnendes Objekt für begeisterte Heimwerker sein. Dafür sorgen die drei prinzipiellen Ausbaustufen, die in der ÖNORM 2310 klar geregelt sind. In der Praxis verschwimmen die Ausbaustufen allerdings je nach Angebot der Hersteller und Wünschen der Kunden ein wenig.

Die Basisvariante eines Fertighauses, das so genannte „Ausbauhaus“, lässt die Herzen der Heimwerker höher schlagen. Das Gebäude ist außen weitgehend fertig, um die Innenarbeiten muss sich die Baufamilie aber selbst kümmern – zum Beispiel um Innentüren, Elektroleitungen oder Sanitärinstallationen.

„Belagsfertig“ ist die Ausbaustufe mit wesentlich mehr Leistungsumfang: Elektro- und Sanitärinstallationen, Heizung, Lüftung und Estrich kommen hier zusätzlich dazu.

„Perfekt“ ist ein Fertighaus in der Ausbaustufe „schlüsselfertig“: Das Haus ist bei der Übergabe fertig zum Einzug, auch die Bodenbeläge, Fliesen und Malerarbeiten sind erledigt.

Gleich viel wert

Ist ein Fertighaus nach ein paar Jahrzehnten weniger wert als ein konventionell errichtetes Haus? „Nein“, sagt Christian Murhammer. „Die Lebensdauer eines Fertighauses unterscheidet sich nicht von einem konventionell gebauten Haus und bietet damit auch die gleiche Wertbeständigkeit.“