Meilenstein beim Sicherheitsausbau der S 31 in Sieggraben
Infrastruktur
Mit der Fertigstellung der neuen Talübergänge bei Sieggraben ist eine entscheidende Etappe beim Ausbau der Burgenland Schnellstraße geschafft. Die vier neuen Brücken bringen die wichtigste Verkehrsachse des Landes auf den neuesten Stand der Technik.
(v.l.n.r.): ASFINAG-Geschäftsführer Alexander Walcher, Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner, ASFINAG-Vorstandsdirektor Hartwig Hufnagl und ASFINAG-Geschäftsführer Andreas Fromm
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Nach einer Bauzeit von etwas mehr als drei Jahren wurde ein zentraler Meilenstein im mehrstufigen Sicherheitsausbau der S 31 Burgenland Schnellstraße erreicht. Die vier neuen Brückenbauwerke entlang der Richtungsfahrbahn Oberpullendorf im Bereich Sieggraben wurden erfolgreich fertiggestellt und für den Verkehr freigegeben. „Mit den neuen Talübergängen bei Sieggraben wird ein weiterer entscheidender Schritt im Sicherheitsausbau der S 31 gesetzt. Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie durch moderne Bauweise und gezielte Investitionen sowohl die Verkehrssicherheit als auch die Kapazitäten auf unserer wichtigsten Verkehrsachse nachhaltig verbessert werden können“, sagte Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner beim Abschluss der Arbeiten.
Die neuen Bauwerke zählen zu den technisch anspruchsvollsten Abschnitten der gesamten Schnellstraße. Insgesamt wurden rund 1,6 Kilometer Strecke komplett neu errichtet. Die Brücken weisen beachtliche Dimensionen auf und erreichen Pfeilerhöhen von bis zu 56 Metern sowie Spannweiten von bis zu 49 Metern. Bei der Errichtung setzten die Ingenieure auf das sogenannte Taktschiebeverfahren. Dabei wird der Brückenüberbau schrittweise in einer Feldfabrik hergestellt und Stück für Stück über die zuvor errichteten Pfeiler nach vorne geschoben. Diese Methode erfordert höchste Präzision, schont jedoch die Natur im darunterliegenden Tal, da kaum Eingriffe in das Gelände notwendig sind.
Die Umsetzung des Projekts war ein logistischer Kraftakt, der unter laufendem Verkehr stattfand. Bis zu 80 Personen arbeiteten gleichzeitig auf der Baustelle. ASFINAG-Vorstandsdirektor Hartwig Hufnagl betonte die Bedeutung des Bauvorhabens: „Diese Bauwerke gehören zu den technisch anspruchsvollsten Abschnitten der Strecke und vereinen moderne Ingenieurkunst mit höchster Ausführungsqualität. Unser Ziel ist klar: eine leistungsfähige, sichere und dauerhaft belastbare Infrastruktur für das Burgenland. Dafür haben wir hier rund 64 Millionen Euro investiert.“
Für das Großprojekt wurden rund 40.000 Kubikmeter Beton sowie etwa 6.000 Tonnen Betonstahl verarbeitet. Das Fundament der Brücken ruht auf 541 Bohrpfählen, die eine Gesamtlänge von rund 13,7 Kilometern aufweisen. Zudem wurden 55.000 Kubikmeter Material ausgehoben, wovon große Teile direkt vor Ort wiederverwertet werden konnten.