Wohnen, Wasser, Pflege: 350 Millionen Euro im heurigen Bauprogramm

Infrastruktur-Projekte

Vom Hallenbad in Neusiedl am See bis zum Kulturzentrum Güssing, von den Landesimmobilien zur Wasserbau-Abteilung: „Offensiv investieren“, lautet ein Motto trotz geopolitischer Krisen. Landesrat Heinrich Dorner und die einzelnen Unternehmen präsentierten das burgenländische Bauprogramm.

Präsentation in Eisenstadt (v.l.): Johann Thiesz, Geschäftsführer der Bau und Betrieb Burgenland, Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner, LIB-Geschäftsführerin Jutta Benedekund Wolfgang Heckenast, Leiter der Abteilung 5.

Präsentation in Eisenstadt (v.l.): Johann Thiesz, Geschäftsführer der Bau und Betrieb Burgenland, Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner, LIB-Geschäftsführerin Jutta Benedekund Wolfgang Heckenast, Leiter der Abteilung 5.

© Landesmedienservice

Im Burgenland werden dieses Jahr rund 350 Mio. Euro in Bauvorhaben investiert, inklusive der Ausgaben der Asfinag sind es knapp über 500 Mio. Euro, gab Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner (SPÖ) am Mittwoch bekannt. Die geopolitischen Krisenherde stellen dabei eine große Herausforderung dar, er zeigte sich aber überzeugt: „Wir sollten nicht defensiv agieren, sondern offensiv investieren.“ Unter den Projekten sind etwa das sanierte KUZ Güssing oder das Hallenbad in Neusiedl.

„Wir werden über alle Themen 2026 um die 350 Mio. Euro investieren“, dies sei ein „stolzer Betrag“, der in die regionale Wirtschaft, die Sicherheit und die Weiterentwicklung des Landes fließen, so der Landesrat. Der größte Bereich betrifft die Landesimmobilien Burgenland GmbH (LIB), über die 147 Mio. Euro investiert werden, berichtete Geschäftsführerin Jutta Benedek.

Wesentliche Projekte, die sich gerade in Fertigstellung befinden, sind etwa das Haus der Volksgruppen in Oberwart, das Kulturzentrum Güssing oder der Campus Energie und Gesundheit in Pinkafeld - das größte Geothermieprojekt des Landes sowie die Sanierung des Hallenbades in Neusiedl am See.

In den Bereich der Projektentwicklung Burgenland GmbH (100 Mio. Euro) fallen unter anderem die Neue Mittelschule Gols oder das Feuerwehrhaus in Hornstein. Von der SOWO Burgenland (35 Mio. Euro) werden aktuell etwa die Pflegestützpunkte und „leistbares Eigentum“ errichtet.

Die Bau und Betrieb Burgenland wiederum kümmert sich um die Instandhaltung und Instandsetzung der Straßen und Brücken. In diesem Bereich belaufen sich die Gesamtinvestitionen auf knapp 10 Mio. Euro. „Es geht nicht nur um das Abarbeiten von Projekten. Wir leisten einen wichtigen Beitrag, um die Infrastruktur im Land auf dem letzten Stand zu haben“, so Geschäftsführer Johann Thiesz.

In den Hochwasserschutz fließen dieses Jahr ebenfalls rund 10 Mio. Euro in 25 Projekte, so Wolfgang Heckenast, Leiter der Abteilung Wasser, Klima und Energie im Land. Im Bereich der Siedlungswasserwirtschaft werden 34 Abwasserbeseitigungsanlagen und 36 Wasserversorgungsanlagen gefördert mit einem Gesamtvolumen von 47,1 Mio. Euro. Weiters gibt es sieben Sonderprojekte, etwa im Bereich des Klimaschutzes.

Ein Projekt, das laut Dorner in den nächsten Wochen vorgestellt werden soll, ist der Landesfeuerwehrverband in Eisenstadt. Dass in die Anlage investiert werden muss, sei bekannt. Inzwischen liege eine Planung vor und man befinde sich in vertraglicher Abstimmung, so der Landesrat.