Wenn der Platz ausgeht: Feuerwehrhaus soll ausgebaut werden
Infrastruktur
Platz für mehr Spinde, Lagermöglichkeiten und Garagen sollen umgesetzt werden. 2027 will man mit der Erweiterung beginnen.
Für die Erweiterung des Feuerwehrhauses befindet man sich aktuell noch in der Planungsphase.
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Eine lange Zeit war die Freiwillige Feuerwehr in der Wienerstraße, im Stadtzentrum, beheimatet. Mit dem Neubau des Standortes am Langendorferweg in den frühen 2000er-Jahren schaffte man damals ideale Bedingungen für die Blaulichtorganisation. Mittlerweile stößt man jedoch an die Grenzen, was eine logische Folge der positiven Entwicklung ist: Die Mattersburger Feuerwehr ist die mitgliederstärkste Feuerwehr im Burgenland – im Jahr 2024 verzeichnete sie rund 150 Mitglieder, davon rund 100 aktive Feuerwehrmänner und -frauen.
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„Wir müssen zum einen die Garderoben erweitern, weil zu wenig Platz zur Verfügung steht. Aktuell gibt es bei rund 100 Aktiven lediglich 75 Spinde. Wir haben in dieser Hinsicht bereits auslagern müssen, und jeder sollte seinen eigenen Platz haben“, berichtet Kommandant Thomas Dienbauer. Auch Lagerflächen sind knapp. „Hinter dem Feuerwehrhaus gibt es vier Container, in denen wir Material lagern. Im Sommer ist es extrem heiß, im Winter kalt – für das Material ist dies nicht ideal. Mit der Erweiterung sollen daher neue Lagermöglichkeiten geschaffen werden.“
Und es dauert nicht mehr allzu lange, bis zwei weitere Feuerwehrfahrzeuge den Fuhrpark erweitern. „In rund drei Wochen wird ein Wechsellader angeliefert, in weiterer Folge wird auch ein Teleskoplader angeschafft. Dafür werden Garagen benötigt.“

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Die Gespräche laufen bereits, aktuell befindet man sich noch in der Planungsphase. „Die Grundstücke stehen im Eigentum der Stadtgemeinde, dafür hat es bereits Gespräche gegeben. Man müsste nur den bestehenden Sportplatz verkleinern. Die Vergrößerung soll im Prinzip direkt hinter dem Feuerwehrhaus – dort, wo jetzt noch die Baustoffhalle steht – umgesetzt werden“, so Dienbauer.
Beim Thema Finanzierung muss noch einiges abgeklärt werden. „Natürlich brauchen wir einen konkreten Plan und auch einen Kostenvoranschlag, damit eine Finanzierung möglich ist. Die Stadtgemeinde ist bereits in Gesprächen mit dem Land Burgenland. Unser Ziel ist es, 2027 mit dem Bau zu beginnen.“
Die beiden neuen Einsatzfahrzeuge sind Bestandteile des Fünf‑Stufen‑Planes des Katastrophenschutzkonzeptes der burgenländischen Feuerwehren. Das Konzept wurde 2022 gestartet und soll bis 2027 abgeschlossen sein.
Wechsellader:Ein Wechsellader dient als Trägerfahrzeug für unterschiedliche Aufbauten. Diese multifunktionalen Fahrzeuge können mithilfe eines Abrollkippers verschiedene Aufbaumodule – wie Plateaus für technische Einsätze, Module für Brandeinsätze und diverse Abrollcontainer – aufnehmen. Darüber hinaus sind die Fahrzeuge mit einem Ladekran und Zubehör wie einem Arbeitskorb, einer Palettengabel sowie einem Holz- und Schalengreifer ausgestattet.
Teleskoplader:Die Einsatzgebiete von Teleskopladern reichen von der Beseitigung von Sturmschäden bis hin zu logistischen Aufgaben bei Großschadenslagen. Sie verfügen über eine Hubkraft von mehr als vier Tonnen und erreichen eine Hubhöhe von knapp zehn Metern. Besonders die Vielseitigkeit durch verschiedene Anbaugeräte macht die Fahrzeuge für den Feuerwehrdienst wertvoll. Zur Ausstattung gehören unter anderem ein Arbeitskorb, eine Kehrmaschine, ein Räumschild sowie ein Holzgreifer und eine Palettengabel. Damit sind die Lader optimal für den Katastrophenschutz im Burgenland gerüstet.

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