Burg Güssing im internationalen Fokus

Internationale Begegnung

Im Rahmen des EU-Projekts RURACTIVE besuchten internationale Gäste die Burg Güssing. Gezeigt wurde, wie aus historischem Erbe ein Motor für Kultur, Kooperation und regionale Entwicklung werden kann.

Internationale Begegnungen gibt es auf Burg Güssing immer wieder.

Internationale Begegnungen gibt es auf Burg Güssing immer wieder.

© Burgstiftung

Die Burg Güssing war im September Schauplatz einer besonderen internationalen Begegnung: Im Rahmen des europäischen Horizon-Europe-Projekts RURACTIVE besuchten Projektpartner aus der Ukraine, Schweden und Wien das Südburgenland. Organisiert von der Wirtschaftsagentur Burgenland stand die Studienreise unter dem Motto, erfolgreiche Beispiele für nachhaltige Regionalentwicklung kennenzulernen – mit der Burg Güssing als kulturellem Leuchtturmprojekt.

Burgmanager Gilbert Lang führte die Gäste durch die älteste Burganlage des Burgenlandes und präsentierte die jüngsten Entwicklungen. Thematisiert wurden die aktuellen Sanierungsmaßnahmen, mit denen die Burg langfristig gesichert wird, sowie das Ausstellungsmanagement mit der dreisprachig aufbereiteten Schau „Der Pelikan über Güssing – 500 Jahre Familie Batthyány“.

Geschichte und Gegenwart im Gleichklang

„Die Burg Güssing ist ein lebendiger Ort, an dem Geschichte und Gegenwart aufeinandertreffen. Dass sie als Beispiel für kulturelle Best-Practice-Entwicklung im Rahmen von RURACTIVE ausgewählt wurde, zeigt ihren besonderen Stellenwert weit über die Region hinaus“, betonte Gilbert Lang.

Zum Abschluss der Führung genossen die Teilnehmer:innen ein gemeinsames Mittagessen im neu eröffneten Restaurant Pelikan, das den historischen Rahmen kulinarisch ergänzt. Ergänzt wurde das Programm durch einen Vortrag zum Interreg-Projekt Castle Road 2.0, das die Burg Güssing als Teil der grenzüberschreitenden Schlösserstraße europaweit vernetzt.

Damit wurde deutlich, wie sehr die Burg Güssing in den letzten Jahren von einem historischen Denkmal zu einem aktiven Kultur- und Veranstaltungszentrum geworden ist. Mit modernen Ausstellungen, internationalen Kooperationen und Investitionen in die Infrastruktur zeigt sie, wie historisches Erbe innovativ genutzt und zugleich bewahrt werden kann.

Das Projekt RURACTIVE im Überblick

Das Horizon-Europe-Projekt vernetzt zwölf europäische Regionen, die gemeinsam Ansätze für eine nachhaltige, inklusive und gerechte Transformation des ländlichen Raumes entwickeln. Kultur, Bildung und lokale Innovation spielen dabei eine zentrale Rolle. Der Halt in Güssing zeigte den internationalen Gästen praktisch, wie Kulturerbe zur Triebkraft für regionale Entwicklung werden kann.