LSZ Burgenland: 1.000 Anrufe pro Tag und trotzdem alles im Griff
Jahresbilanz
325.315 Notrufe hatte die Landessicherheitszentrale (LSZ) im Jahr 2024 zu bearbeiten.
Die LSZ Burgenland koordiniert die Einsatzkräfte im Ernstfall.
© LSZ
Die Landessicherheitszentrale (LSZ) Burgenland hat im Jahr 2024 insgesamt 325.315 Notrufe entgegengenommen – das entspricht rund 900 bis 1.000 Anrufen pro Tag. Statistisch gesehen hat jede Burgenländerin und jeder Burgenländer mindestens einmal die LSZ kontaktiert.
Die LSZ ist die zentrale Anlaufstelle für Notrufnummern wie 122 (Feuerwehr), 144 (Rettungsdienst) oder 1450 (Gesundheitsberatung). Sie koordiniert Einsätze bei Verkehrsunfällen, Krankheitsfällen, Bränden oder Sturmschäden. „Durch die Integration der Leitstelle seit 2010 konnten die Abläufe deutlich effizienter gestaltet werden“, sagt Markus Halwax, Dienststellenleiter der LSZ. Bereits während eines Gesprächs mit dem Anrufer werden parallel Rettungsdienst, Feuerwehr oder ein Notarzthubschrauber alarmiert.
© LSZ
Im Sommer 2024 standen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LSZ durch die zahlreichen Unwettereinsätze besonders unter Druck. Laut Halwax zeigen solche Situationen, wie essenziell eine gut funktionierende Leitstelle ist. Auch die Gesundheitsberatung 1450, die Teil der LSZ ist, habe das Leistungsspektrum sinnvoll ergänzt.
Ein wichtiger Fortschritt war die Überarbeitung des Burgenländischen Rettungsgesetzes, das unter anderem den Einsatz besonders geschulter Notfallsanitäter in Rettungswagen vorsieht. Zudem wurde im Januar ein zusätzlicher Rettungshubschrauber, Christophorus 18, in Frauenkirchen stationiert, um die Versorgung im Nordburgenland zu verbessern.
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil betonte, wie wichtig Investitionen in ein modernes Notfallsystem sind: „Hinter jedem Anruf steht ein dringendes Anliegen. Effiziente Rettungsketten sind essenziell für die Sicherheit der Bevölkerung.“
Die LSZ bleibt mit ihren vielseitigen Aufgaben – von der Notrufbearbeitung bis zum Krisenmanagement – ein zentraler Baustein der Sicherheitsinfrastruktur des Landes.