Team Österreich Tafel in Frauenkirchen: AK-Präsident als „Praktikant“
Jobtour
Arbeiterkammer-Präsident Gerhard Michalitsch begleitete im Rahmen seiner „Jobtour“ freiwillige Helferinnen und Helfer der Team Österreich Tafel. Gemeinsam sammelten sie Lebensmittelspenden aus Supermärkten im Bezirk Neusiedl am See und gaben diese in Frauenkirchen aus. Die Aktion machte sichtbar, wie wichtig ehrenamtliches Engagement für armutsgefährdete Menschen im Burgenland ist.
Unter dem Motto „Hatl packt an!“ hilft AK-Präsident Gerhard Michalitsch (re.) bei der Team Österreich Tafel in Frauenkirchen aus.
© AK Burgenland
Ein Tag als Praktikant
Ein Lastwagen stoppt vor der Ausgabestelle in Frauenkirchen. Kisten mit Brot, Obst und Gemüse werden ausgeladen, sortiert und an die Wartenden weitergegeben. An diesem Tag packte auch Gerhard Michalitsch mit an. Der Präsident der Arbeiterkammer Burgenland wollte im Rahmen seiner „Jobtour“ erfahren, wie der Alltag der freiwilligen Helferinnen und Helfer aussieht. „Es ist unglaublich, was so viele ehrenamtliche Mitarbeiter:innen möglich machen – und wie vielen Menschen sie damit helfen“, sagte er.

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Lebensmittel für Menschen an der Armutsgrenze
Die Team Österreich Tafel, eine Initiative des Roten Kreuzes Burgenland, sammelt Lebensmittelspenden aus Supermärkten und verteilt sie an Menschen mit geringem Einkommen. Was sonst im Müll landen würde, landet so auf den Tellern jener, die an der Armutsgefährdungsgrenze leben. Diese liegt laut Statistik für Einzelpersonen bei einem monatlichen Einkommen von 1.661 Euro. Im Burgenland gibt es insgesamt acht Ausgabestellen der Team Österreich Tafel, eine in jedem Bezirk, mit Ausnahme von Neusiedl am See, welche zwei Stellen betreibt.
Ehrenamt trägt die Versorgung
Rund 3.500 Ehrenamtliche unterstützen das Rote Kreuz Burgenland, das insgesamt 287 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Mit der Team Österreich Tafel helfen sie seit 15 Jahren mehr als 32.000 armutsgefährdeten Menschen im Bundesland. Besonders betroffen sind Frauen, Pensionistinnen und Migrantinnen, die von niedrigen Einkommen und ungleichen Chancen am Arbeitsmarkt stärker betroffen sind.
„Die AK setzt sich dafür ein, dass alle Arbeitnehmer:innen ein Einkommen bekommen, das ein gutes Leben ermöglicht – unabhängig von Geschlecht und ohne Benachteiligung“, betonte Michalitsch. Zum Abschluss sprach er den Freiwilligen seinen „größten Respekt“ aus: „Viele Menschen können sich sonst notwendige Lebensmittel nicht leisten. Dank des täglichen Engagements der vielen Freiwilligen wird eine Versorgung für jene gewährleistet, die es sich sonst nicht leisten können.“