Kinogeschichten im Garten des Kinos in Oberpullendorf
Jubiläen
Anlässlich des Jubiläums wurde in Oberpullendorf zu einer Kino-Gartenlesung geladen.
Jutta, Oliver und Joe Treiber vor der Lesung, die viele Interessierte in den Garten des Kinos lockte.
© Elisabeth Tritremmel
100 Jahre Kino Oberpullendorf, 50 Jahre Kino Treiber, 50 Jahre Jutta Treiber, aber auch die Jubiläen der kleinen Kinos zwei und drei sowie der digitalen Vorführung und drei Jahre PopUp-Kino - im Kino und im Haus Treiber gibt es heuer einiges zu feiern. Am Mittwoch lud man daher noch einmal zu einer Kino-Gartenlesung und ließ diese Veranstaltung, die von 2009 bis 2017 stattfand, nochmals aufleben.
Stadträtin Eva Maria Kneisz gratulierte und führte aus: „Das Kino ist ein Ort, wo Menschen zusammenkommen. Es ist auch ein Ort, an dem man Bildung bekommt. Und es ist ein Ort der vielen Veranstaltungen. So ein Kino gibt es kein zweites Mal.“ Sie informierte die zahlreichen Anwesenden auch darüber, dass Jutta Treibers 59. und 60. Buch im Herbst im Rahmen der Pullenale präsentiert werden.
Joe Treiber tauchte in die Geschichte ein: er las einen Text über Michael Klemm, Jutta Treibers Großvater, der das Kino gründete. Es war ein Stummfilmkino - „in den anderen Kinos war damals ein Klavierspieler für die Musik zuständig, in Oberpullendorf waren es Geiger der Roma“, erzählte Joe Treiber. 1976 übernahmen er und Jutta Treiber das Kino - der erste gezeigte Film war „Erdbeben“. Joe Treibers Vater arbeitete zehn Jahre im Kino mit - auch aus seinen Erinnerungen gab es eine Geschichte zu hören.
Oliver Treiber gab einige lustige Anekdoten zum Besten, etwa über verschollene Filmrollen. Jutta Treiber las Texte aus der Kinogeschichte von 1978 bis 2020, auch ein Sketch mit Schwerpunkt der Kinorenovierung war mit dabei. Abschließend meinte sie: „Unsere Begeisterung ist da, der Brennstoff dafür ist das Publikumsinteresse.“
Der offizielle Festakt zu „100 Jahre Kino Oberpullendorf“ findet am Sonntag ,dem 26. Juli, um 10 Uhr im Kino statt.
© Elisabeth Tritremmel