90 Jahre Kirche Oberpullendorf: „Raststätte Gottes mit stiller Bedienung“

Jubiläum

Am 10. November 1935 wurde die Oberpullendorfer Kirche nach einer sehr kurzen Bauzeit geweiht. Mit einer Festmesse am Sonntag wurde daher 90 Jahre Pfarr- und Klosterkirche Oberpullendorf gefeiert.

Bei der Festmesse waren der Provinzial des Redemptoristenordens, Martin Leitgöb, Generalvikar Michael Wüger, Stadtpfarrer Deivasakayaraj Sebasthikkannu, die Pfarrer Walter Rudy, Anton Kendöl und Tadeusz Trojan, die Kapläne Prem Kumar Sebastian und John Feranandes Martein sowie Vertreter der Stadtgemeinde rund um Bürgermeister Johann Heisz und die Ministrantinnen und Ministranten dabei.

Bei der Festmesse waren der Provinzial des Redemptoristenordens, Martin Leitgöb, Generalvikar Michael Wüger, Stadtpfarrer Deivasakayaraj Sebasthikkannu, die Pfarrer Walter Rudy, Anton Kendöl und Tadeusz Trojan, die Kapläne Prem Kumar Sebastian und John Feranandes Martein sowie Vertreter der Stadtgemeinde rund um Bürgermeister Johann Heisz und die Ministrantinnen und Ministranten dabei.

© Michaela Grabner

„Ein Strom des Segens und der Freude soll von hier aus strömen“: Als Kardinal Innitzer dies bei der Kirchweihe im Jahr 1935 feststellte, stand der Oberpullendorfer Anton Kendöl als 8-jähriger Ministrant neben ihm. Bei der Festmesse zum 90-jährigen Jubiläum der Klemenskirche am Sonntag stand der 98-Jährige als Priester am Altar gemeinsam mit dem Provinzial Pater des Redemptoristenordens, Martin Leitgöb, Generalvikar Michael Wüger, Stadtpfarrer Deivasakayaraj Sebasthikkannu und weiteren Priestern.

„Dass die Kirche 1935 gebaut werden konnte und das in kürzester Bauzeit ist dem Klemens Hofbauer-Komitee zu verdanken, das die notwendigen Mittel durch Sammelaktionen aufgebracht hat“, schilderte Martin Leitgöb. Die Redemptoristen haben sich über Jahrzehnte um die Seelsorge in Oberpullendorf gekümmert, bis diese von den Missionaren des Heiligen Franz von Sales übernommen wurde. Die Beziehung der Redemptoristen zur Pfarre Oberpullendorf wird aber weiter gewahrt, weshalb Provinzial Martin Leitgöb auch die Festpredigt hielt. „Kirchen sind Raststätten Gottes mit stiller Bedienung“, diesen Gedanken hab Leitgöb den Gläubigen mit auf den Weg.

Kirche funktioniere nicht von selbst, sie brauche eine lebendige Gemeinschaft von Christinnen und Christen. Wenn diese ein Tempel aus lebendigen Steinen seien, könne ein Kirchengebäude sinnstiftend seine Funktion erfüllen. „Die Oberpullendorfer Kirchengemeinde ist eine besonders lebendige Gemeinde und Gemeinschaft“, meinte Leitgöb angesichtes der Mitgestaltung des Festgottesdienstes durch den Kirchenchor, die Musikgruppe Arabesque und die Ministrantinnen und Ministranten.

Auch Generalvikar Michael Wüger betonte, dass alle Getauften Seelsorge mittragen. „Auch die Kirche ist treue, stille Seelsorgerin. Sie hat jeden Tag geöffnet für Menschen, die hierkommen können, um sich von Gott stärken zu lassen, dass der Alltag gut begangen werden kann.“

Kuratorin Renate Gegendorfer nahm die Gläubigen mit einem Zeitzeugenbericht mit in die Vergangenheit zum Tag der Kirchweihe: „Hinter der Kirche sammeln sich hunderte, tausende zur Festmesse, denn die große Kirche kann unmöglich sechstausend bis siebentausend Menschen fassen, bis zur Bahn hinauf ist rundum alles eine lebendige Pracht. Iin seiner Festansprache meinte Kardinal Innitzer: 'Ein Strom des Segens und der Freude soll von hier aus strömen' und ich glaube dank Gottes Hilfe und dank vieler wertvoller Menschen, Laien und Priester ist dieser Wunsch in Erfüllung gegangen.“