Von der Oberpullendorfer Pfarrkirche in den Salzburger Dom
Jubiläum
Der Kirchenchor feiert heuer sein 30-jähriges Bestehen. Neben dem Jubiläumskonzert am 9. November (16 Uhr) in der Pfarrkirche Oberpullendorf wird das größte Highlight ein Auftritt im Salzburger Dom am 7. Dezember sein.
Die Anfänge des Kirchenchores liegen mittlerweile drei Jahrzehnte zurück.
© Kirchenchor Oberpullendorf
„Gern haben tuat guat“ ist die heimliche Hymne des Kirchenchors Oberpullendorf, denn „dieses Kärntner Lied wünschen sich viele Chormitglieder, wenn wir ein Geburtstagsständchen singen“, verrät Langzeit-Obfrau Irene Steiger, die ihre Funktion schon seit 2008 ausübt. In erster Linie werden natürlich geistliche Lieder und diverse Messen gesungen, aber das Repertoire geht quer durch den musikalischen „Gemüsegarten“ von Volksliedern über Schlagern bis zu Liedern, passend zur Jahreszeit von Ostern bis Weihnachten.
„Wir singen auch in verschiedenen Sprachen – Latein, Deutsch, Ungarisch, Kroatisch, Englisch, Jiddisch und in afrikanischen Sprachen, wir haben ein polnisches Halleluja im Repertoire und seit Kurzem sogar ein indisches Segenslied“, so Steiger. Fixpunkte im Jahr sind das Fest der indischen Priester vom Orden Franz von Sales, das Klemensfest zu Ehren des Pfarrpatrons, Ostern, Weihnachten und das jährliche Marienlob am dritten Sonntag im Oktober. Gesungen wird also hauptsächlich in der Kirche, aber der Chor wird auch immer wieder zu Veranstaltungen eingeladen wie Dämmerschoppen, Chorfestivals in Sopron oder Szombathely oder vor Kurzem zu einem Konzert im Rahmen der Pullenale. „Wir haben schon in der Peterskirche und in der Michaelerkirche in Wien gesungen. Unser Highlight für heuer – wir singen am 7. Dezember im Salzburger Dom“, freuen sich Irene Steiger und die Sängerinnen und Sänger des Chors.
Gegründet wurde dieser von Josefine Reiter, der Gattin des ehemaligen Bezirkshauptmannes Helmut Reiter, die viele Leute beim Einkaufen angesprochen hat, um sie zum Singen zu animieren. Als erste Chorleiterin fungierte Dorothea Sarvary. Ihr folgten Hilde Halvax, Gergely Bábinszki und interimistisch Josef Gsertz, bis der derzeitige Chorleiter Márton Róth übernahm. Dieser leitet aktuell 24 Sängerinnen und Sänger - eine Zahl, die im Laufe der vergangenen drei Jahrzehnte relativ konstant gehalten werden konnte, zählte man doch immer um die 25 bis 30 Mitglieder. Wie bei vielen anderen Chören mangelt es auch beim Kirchenchor Oberpullendorf an Nachwuchs.
„Unser Altersdurchschnitt beträgt zwischen 65 und 70 Jahre. Da wünschen wir uns natürlich jüngere Sänger und Sängerinnen“, so Obfrau Steiger. Zurzeit wird immer montags um 18.30 Uhr zwei Stunden lang im Klostersaal geprobt. „Wir würden uns freuen, wenn sich Männer und Frauen entschließen, einmal bei der Probe zuzuhören und sich dann entscheiden im Chor mitzusingen“, so Steiger. „Singen erfrischt Geist und Sinn und es tut der Seele gut, auch wenn manche Proben sehr herausfordernd sind. Man trainiert dabei das Gedächtnis und vergisst die Sorgen des Alltags. Und es entsteht dabei eine gute Gemeinschaft.“
© Kirchenchor Oberpullendorf