Pfarre Unterrabnitz hatte gleich drei gute Gründe zu feiern

Jubiläumsfeier

In Unterrabnitz wurde 600 Jahre Pfarre, 200 Jahre Wiederaufbau der Kirche und 100 Jahre Kirchenchor gefeiert. „Das alles ist ein Grund zur Freude, zur Dankbarkeit und zum Feiern“, meinte Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics, der den Festgottesdienst mit Dechant Michael Brien und weiteren Geistlichen im Beisein von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil zelebrierte.

Mit der Pfarre Unterrabnitz feierten unter anderem auch Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics und Landeshauptmann Hans Peter Doskozil.

Mit der Pfarre Unterrabnitz feierten unter anderem auch Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics und Landeshauptmann Hans Peter Doskozil.

© Michaela Grabner

Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur die Kirche selbst und der Kirchenchor, sondern auch zwei Persönlichkeiten, die Besonderes für die Pfarre geleistet haben: Otto Fruhmann und Franz Flasch. Otto Fruhmann hat sich intensiv mit der Geschichte der Pfarre beschäftigt und eine Chronik verfasst, die im Rahmen der Jubiläumsfeier präsentiert wurde und die Kunstwerke der Kirche von drei Künstlern der Rabnitztaler Malerwochen zieren, nämlich Harro Pirch, Manfred Leirer und Gustav Just. „Jeder, der sich eine Chronik kauft, bekommt einen Original Pirch, Leier und Just in sein Haus. So wertvoll ist kaum ein Buch“, schmunzelte Fruhmann.

Er wusste etwa zu berichten, dass die Kirche im Dezember 1816 amtlich gesperrt werden musste wegen Lebensgefahr und die Gottesdienste dann für zehn Jahre in der Kastellkapelle gehalten wurden, ehe im Oktober 1825 mit dem Neubau der Kirche am Berg begonnen wurde. Ein nicht alltägliches Fakt gab Fruhmann auch über den Kirchenchor preis. In der 100-jährigen Geschichte gab es bis jetzt nur drei Chorleiter: Rudolf Bauer, Michael Schütz und zuletzt Franz Flasch, der die Leitung 1985 übernommen hatte und diese nun nach 40 Jahren in jüngere Hände, nämlich die von Thomas Frühstück legte. „Franz Flasch hat mit großer Hingabe, Leidenschaft, Beständigkeit und Geduld den Chor geleitet. Er war und ist eine tragende Säule des Kirchen- und Kulturlebens in unserer Gemeinde“, gab Chor-Obfrau Rosa Brandl ihrer Freude darüber Ausdruck, dass Flasch dem Chor als Sänger erhalten bleiben wird. Der Chor, seit 2010 auch unter dem Namen Ramaza Singkreis bekannt, zählt aktuell 31 Sängerinnen und Sänger.

„Das Burgenland ist ein Land des Zusammenhalts – und eine der ältesten Quellen dieses Zusammenhalts ist der Glaube. Für viele Menschen ist er Orientierung, Halt und Motivation, Gutes zu tun. Der Glaube lebt in den Gemeinden, in den Familien und in den vielen ehrenamtlich Tätigen in den Pfarren, der Caritas und kirchlichen Initiativen. Ich danke allen, die durch ihr Engagement dazu beitragen, dass das Miteinander im Burgenland lebendig, respektvoll und menschlich bleibt“, meinte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, der der Pfarre zu den drei Jubiläen gratulierte.

Im Anschluss an den Festgottesdienst wurde im Pfarrgarten weitergefeiert.

Die Pfarrkirche zum Hl. Petrus und Paulus, ein denkmalgeschützter Sakralbau oberhalb von Unterrabnitz, ist ein bedeutendes Zeugnis kirchlicher Baukultur. Die Ursprünge der Pfarre reichen vermutlich bis ins Mittelalter zurück. Der heutige Kirchenbau wurde im frühen 19. Jahrhundert erneuert und vereint barocke und neoromanische Elemente. Besonders hervorzuheben sind das barocke Altarbild „Mariä Himmelfahrt“, die erhaltenen Heiligenfiguren sowie die Orgel aus dem Jahr 1910 von den Gebrüdern Rieger. Auch die musikalische Tradition der Pfarre wurde gefeiert: Seit 100 Jahren bereichert der Kirchenchor Unterrabnitz das geistliche und kulturelle Leben der Gemeinde.

Zur Pfarrkirche

Die Pfarrkirche zum Hl. Petrus und Paulus, ein denkmalgeschützter Sakralbau oberhalb von Unterrabnitz, ist ein bedeutendes Zeugnis kirchlicher Baukultur. Die Ursprünge der Pfarre reichen vermutlich bis ins Mittelalter zurück. Der heutige Kirchenbau wurde im frühen 19. Jahrhundert erneuert und vereint barocke und neoromanische Elemente. Besonders hervorzuheben sind das barocke Altarbild „Mariä Himmelfahrt“, die erhaltenen Heiligenfiguren sowie die Orgel aus dem Jahr 1910 von den Gebrüdern Rieger.

Quelle: Landesmedienservice