100 Jahre Sportverein Lackenbach
Jubiläumsfest
Ein ganzes Jahrhundert liegt die Gründung des „Sportvereins Lackenbach“ mittlerweile zurück. Damit ist der Sportclub einer der ältesten Fußballvereine im Burgenland. Anlässlich dieses goldenen Jubiläums wurde ein dreitägiges Fest voller Historie, Siege und Sportsfreunde gefeiert. Generationenübergreifend engagierten sich Nachwuchssportler wie auch langjährige Funktionstragende.
100 Jahre Auf und Ab. 100 Jahre Sieg und Niederlage. 100 Jahre Fußball und Freundschaft. Das Funktionärsteam und die Kampfmannschaft könnten nicht stolzer sein, diese Erbe weiterführen zu dürfen.
© Nadine Wiedemann
Bei der erstmaligen Etablierung des „Arbeitsportvereins Lackenbach“ im Jahr 1925 hätte weder der Gründer, Pfarrer Robert Koch, noch die fußballaffine Jugend erahnen können, dass ihr Sportverbund der sinkenden Geburtenzahl, dem geänderten Schulbetrieb, den neuen Medien und der abnehmenden Sportbegeisterung standhält.
Ein Argument für das lange Bestehen des Klubs könnte die starke sowie verbindende Wirkung des Sportes sein, denn „Fußball hat nicht nur verbindende, sondern auch integrative Kraft“, meinte etwa Johannes Wutzlhofer, Präsident des Burgenländischen Fußballverbandes (BFV). Ebenso spielte laut Bürgermeister Christian Weninger die Zugehörigkeit keine Rolle, sondern es drehte sich nur um die Sache und das bis weit über die Ortsgrenzen hinaus.
Zur Gründungszeit bedeutete dies, dass die Mitglieder der ersten Stunden Josef Janits, Franz Rittenbacher, Ernö Königsstein, Isidor Kohn sowie die Brüder Eduard, Hugo und Johann Radinger weite Wege auf sich nehmen mussten, um ihre Leidenschaft auszuüben. Denn zu Beginn gab es kaum organisierte Mannschaften in den umliegenden Gemeinden.
Nachdem ein signifikanter Grundstein für den Fußballsport im Mittelburgenland gelegt worden war, musste der Spielbetrieb im Zuge des Krieges vorübergehend eingestellt werden. Nach der Neugründung als „Betriebssportverein (BSV) Lackenbach“ im Jahr 1946 dauerte es nicht lange, bis zehn Jahre später die Umbenennung in „Sportverein Lackenbach (SVL)“ erfolgte. Die folgenden Jahrzehnte waren durch zahlreiche Höhen und Tiefen, Aufstiege und Abstiege geprägt.
Infrastrukturtechnisch wurden von 2001 bis 2003 dringend nötige Maßnahmen umgesetzt, als die Sportanlage grundsaniert und neun Jahre später um das Freizeit- und Veranstaltungszentrum erweitert wurde. Zudem wurde im selben Jahr die Spielgemeinschaft FFZ (Fußball-Förderungs-Zentrum) Waldquelle Juniors ins Leben gerufen. Wodurch der Nachwuchsbetrieb gesichert werden konnte.
Heute ist es Amtsleiter und Spieler Stefan Horvath, der die Kampfmannschaft als Obmann nach außen vertritt. Zwar verzeichnete die Sportgemeinschaft ihren größten Erfolg mit dem Meistertitel in der „2. Liga Süd“ und dem damit einhergehenden Aufstieg in die „Landesliga“ im Jahr 1970. Trotz eines folgenden Abstiegs beweist sich das Team, dessen Spieler aus den unterschiedlichsten Gemeinden im Bezirk stammen, seit mittlerweile 15 Jahren in der „2. Liga Mitte“.
Allerdings wären derartige Erfolge keineswegs ohne mindestens genauso engagierte Funktionärinnen und Funktionäre möglich. Aus diesem Grund erhielten alle wichtigen Wegbegleitenden ein Ehrenzeichen als Symbol der Wertschätzung. Unter ihnen befanden sich auch Bürgermeister Christian Weninger und Landesrat Heinrich Dorner, die bereits vor Jahren die Position des Obmannes innehatten.
In voller Länge und vollem Umfang können alle diese Meilensteine auch in der am Freitag präsentierten 100-Jahre-Chronik nachgeschlagen werden. Zudem wurde aus gegebenem Anlass eine Jubiläumsdress entworfen.
© Nadine Wiedemann
© Nadine Wiedemann