Grüne Kritik an Grüner Achse in Mattersburg

Jubiläumspark

Man sei unter anderem über die mangelnde Bürgerbeteiligung enttäuscht. Bürgermeisterin verweist auf positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung.

Üben Kritik. Philip Juranich und Hanna Walk zeigen sich enttäuscht von der Umsetzung der Grünen Achse bzw. dem Jubiläumspark.

Üben Kritik. Philip Juranich und Hanna Walk zeigen sich enttäuscht von der Umsetzung der Grünen Achse bzw. dem Jubiläumspark.

© grüne

Die Grünen üben Kritik an der Grünen Achse und dem vor Kurzem eröffneten Jubiläumspark. Trotz Bürgerbeteiligung in Form von Workshops sei die tatsächliche Umsetzung der ursprünglichen Pläne gescheitert. Die Versickerungsflächen und das Grün, das die Verbindung ausmachen sollte, seien größtenteils verschwunden. Die Enttäuschung über die mangelnde Bürgerbeteiligung und das Ergebnis des Projekts ist laut der Grünen groß. „Den Bürgern von Beteiligung zu erzählen, ohne sie tatsächlich einzubringen, ist ein No-Go. Das ist reine Image-Show. Ich bin sicher nicht die Einzige, die hier enttäuscht ist“, so Mendoza Vasquez. Der Platz wäre für die Grünen ideal gewesen, um beispielsweise das „Schwammstadt Prinzip“ anzuwenden, immerhin ist Mattersburg ein Mitglied der KLAR-Region, zahlt jährlich ein und bekommt die vierfache Summe zurück gefördert. „Da fragt man sich schon, ob es nicht mit einfachen Mitteln möglich gewesen wäre, sich hier Unterstützung zu holen“, so Bezirkssprecherin Hanna Walk.

Nicht nur das fehlende Grün, sondern auch die mangelnde Barrierefreiheit wird kritisiert. Ein barrierefreier Zugang wäre laut Walk leicht umsetzbar gewesen: „Das Projekt hätte großes Potenzial gehabt. Leider ist hier viel in die Hose gegangen.“

Philip Juranich, Spitzenkandidat der Grünen für die Nationalratswahl, zeigt sich enttäuscht über die verpasste Gelegenheit, Mattersburg klimafitter zu gestalten. „ Wir spüren den Unmut in der Bevölkerung und teilen diesen auch. Die Menschen haben offensichtlich genug von der Drüberfahr-Politik der Stadtregierung. Wir hoffen, dass bei zukünftigen Projekten alle Stimmen angehört werden, um gemeinsam an einem lebenswerten Mattersburg zu arbeiten.“

Bürgermeisterin Claudia Schlager (SPÖ) entgegnet: „Die Gestaltung des Jubiläumsparks war und ist getragen von den Bürgern und Bürgerinnen von Mattersburg. Der barrierefreie Zugang ist selbstverständlich weiterhin über die Schulgasse gegeben. “ Über die Kritik der Grünen könne sie sich nur wundern, meint sie weiter: „Vor allem, weil die Grüne Gemeinderätin selbst Teilnehmerin eines Workshops war. Es wäre ihr – wie allen anderen auch – freigestanden, alle Workshops zu besuchen und sich bei diesem Projekt mehr einzubringen. Bei der Eröffnungsfeier des Jubiläumsparks am 8. September haben wir ausschließlich positive Rückmeldungen – auch von Bürger und Bürgerinnen, die dem Projekt skeptisch gegenüberstanden – erhalten“, so die Mattersburger Bürgermeisterin.