Oberwart investiert in nächste Generationen
Jugend ist Zukunft
Die Stadtgemeinde verstärkt ihr Engagement in der Jugendarbeit. Mit dem Projekt „Offene Jugendarbeit“, das in Zusammenarbeit mit dem SOS Kinderdorf und der Stadtgemeinde Pinkafeld realisiert wird, sollen junge Erwachsene im Alltag und bei der Bewältigung von Problemen unterstützt werden. Und jetzt geht es einen Schritt weiter.
Vizebürgermeister Michael Leitgeb, SOS-Kinderdorf-Chef Marek Zeliska, René Wagner und Bürgermeister Georg Rosner nehmen Jugendarbeit in Oberwart sehr ernst.
© Stadtgemeinde
Der Aufschrei war laut aber nur kurz, als das Projekt „Streetworkers“ vor knapp zehn Jahren aus finanziellen Gründen eingestellt wurde. Nun bekommt die Bezirkshauptstadt einen neuen Hotspot für Jugendliche. In der Waldmüllergasse öffnet der Jugendraum Oberwart (JuRO) seine Pforten. Der neue Treffpunkt wird am 6. Juli feierlich eröffnet.
Ehrgeizige Ziele und Schwerpunkte
Ziel ist es, die Jugendlichen in ihrer persönlichen und sozialen Entwicklung zu fördern. Der Schwerpunkt liegt auf Bildung, Beratung und Begleitung, um neue Erfahrungen zu ermöglichen. „Junge Menschen stehen oft vor großen Herausforderungen auf dem Weg ins Erwachsenenleben. Unsere Aufgabe und unser Wunsch ist es, ihnen zur Seite zu stehen und die notwendige Unterstützung zu bieten, damit sie ihr volles Potenzial entfalten können“, betont Bürgermeister Georg Rosner. „Der neue Jugendraum ist ein wichtiger Schritt, um die Jugendlichen nicht nur zu erreichen, sondern sie aktiv in die Gestaltung ihrer Zukunft einzubeziehen“, ergänzt der Stadtchef.
Vizebürgermeister Michael Leitgeb sieht den Jugendraum als einen wichtigen Ort, der Jugendliche in einer schwierige Lebensphase unterstützen kann. „Die Jugend hat in Oberwart einen hohen Stellenwert. Wir suchen schon länger nach einem geeigneten Raum und jetzt haben wir einen gefunden“, sagt Leitgeb, der ein eigenes Jugendzentrum in Oberwart forcieren möchte.
Geschützer Rahmen ohne Zwänge
„Es ist wichtig, dass die Kids einen geschützten Rahmen bekommen, um sich ungezwungen treffen können, ohne etwas konsumieren zu müssen“, sagt Rene Wagner, der seit 2022 für die Offene Jugendarbeit in Oberwart zuständig ist und der auch die Verantwortung für die Räumlichkeiten und das Angebot übernimmt. „Es ist auch wichtig, dass immer eine Ansprechperson für Wünsche und Beschwerden vor Ort ist. Der Bedarf ist meiner Erfahrung nach hoch, die Kids haben schon nachgefragt und haben sich die Örtlichkeiten auch schon angeschaut“, sagt Wagner. „Es ist essenziell, dass wir den jungen Menschen zuhören und ihnen Räume bieten, in denen sie sich frei entfalten und entwickeln können. Der Jugendraum in der Waldmüllergasse ist ein Ort, an dem sie sich treffen, austauschen und voneinander lernen können“, erklärt Rene Wagner.
Neuer Verein macht Jugendraum möglich
Die Realisierung des Jugendraums wurde durch die Gründung des „Fördervereins Jugend Oberwart“ ermöglicht. Die Stadtgemeinde Oberwart und das SOS Kinderdorf sind Gründungsmitglieder des Vereins, der den Betrieb des Jugendraums unterstützen soll. „Dieses Engagement zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit verschiedener Institutionen für eine erfolgreiche Jugendarbeit ist“, erklärt Bürgermeister Rosner.