Leo Hillinger Junior: Mit Tatendrang in große Fußstapfen

Jungwinzer-Serie

Leo „Jack“ Hillinger Junior, der Sohn des prominenten Winzers und medienaffinen Unternehmers sowie Investors Leo Hillinger beweist, dass die Traube nicht weit vom Rebstock fällt. Selbstbewusst und motiviert baut der Junior auf dem Unternehmergeist seines Vater auf und bringt dabei seine eigene Note ein.

Mit gerade einmal 20 Jahren kann der Jungwinzer Jack Hillinger bereits sechs Jahre Erfahrung im Weinbau in seinem Lebenslauf verbuchen.

Mit gerade einmal 20 Jahren kann der Jungwinzer Jack Hillinger bereits sechs Jahre Erfahrung im Weinbau in seinem Lebenslauf verbuchen.

© Daniel Gottfried

Leo Hillinger Junior ist 20 Jahre alt, hat aber bereits als Kind begonnen, in die Kunst des Weinbaus hineinzuschnuppern. Seit Kindheitstagen wird er von allen außerdem „Jack“ genannt, denn er war früher ein riesiger Fan von Jack Sparrow aus Fluch der Karibik.

BVZ-Interview vor der Puls4-Kamera

Der Sohn des Joiser Promi-Winzers Leo Hillinger teilt zwei essenzielle Eigenschaften mit seinem Vater: Erstens weiß er sich in Szene zu setzen. Beim Betreten des Büros im Betrieb der Weingut Leo Hillinger GmbH wartet bereits ein Kamerateam. Diese drehen momentan für eine Fernsehserie, die sich um den Jungwinzer drehen wird. Das Interview mit der BVZ soll dabei ebenfalls gezeigt werden. Authentisch, aber professionell gibt der 20-Jährige sein Interview vor laufender Kamera.

Leo Hillinger Junior: Mit Tatendrang in große Fußstapfen

© BVZ

Der Umgang mit Menschen liegt dem jungen Joiser möglicherweise aufgrund seiner Ausbildung: Auf der Walz in Wien lernte Jack viel Soziales. „Wir waren auf der ganzen Welt unterwegs. Zum Beispiel haben wir in Südafrika in den Townships unterrichtet, die Klassen gestrichen, den Spielplatz aufgebaut “, erinnert sich Jack Hillinger. Ab 2021 besuchte er die Weinbauschule Krems. „Ich hab in Krems die Lehre gemacht und bin jetzt seit Dezember in der Firma sozusagen eingestiegen“, erzählt er. Der zweite Punkt, den Leo Hillinger Junior mit seinem Papa gemeinsam hat, ist seine Art zu lernen. „Ich bin generell kein guter Schüler“, gesteht Jack. Er meint: „Ich muss hinausgehen. Ich muss etwas angreifen, dann kann ich das auch.“ Auch sein Papa ist bekannterweise kein großer Freund des Schulbankdrückens gewesen.

Weinbauer und Weltenbummler

Sein erstes Winzerprojekt startete der junge Wilde mit erst 14 Jahren. Aufgrund des Alters holte er sich seinen besten Freund dazu. Es entstanden zwei Cuvée unter dem Namen „Jack & Dave“. „Die Jahre darauf bin ich auf mein Premiumprodukt 'Jack' umgestiegen“, fährt der Jungwinzer fort. „Jack White“ und „Jack Red“ haben den Beinamen „without dad!“, was auf Deutsch „ohne Papa“ heißt. Nach dieser Serie, die sich klar von seinem Vater emanzipieren möchte, bringt der 20-jährige Joiser eine weitere neue Serie auf den Markt. Unter dem Namen „Angel“ finden sich zwei fruchtige Weine – einer rot und einer weiß – in einem extravaganten, barock-ähnlichen Design mit kleinen Engeln. „Ich sammele immer Informationen aus der ganzen Welt“, betont Hillinger Junior. Mit seinem Vater besuchte er schon viele Weingüter, hat eine Amerikatour hinter sich und war auch sonst schon viel auf Reisen. Dabei und beim „Philosphieren“ auf neue Ideen für Designs. So beispielsweise auch auf die kleinen Engel auf den Etiketten seiner neuen Serie.

Auf die Frage, welcher Aspekt des Winzerseins ihm am ehesten läge, antwortet er: „Ich bin eher im Keller unterwegs, dort sind mir die Aufgaben am liebsten“ Er erklärt: „Die ganze Kellertechnik hat mich schon immer fasziniert und das kann ich jetzt auch ausleben für meine eigenen Sachen.“ Die Zusammenarbeit mit seinem Vater funktioniert „sehr, sehr gut“ betont er. Jack gibt nicht ganz ohne Stolz zu: „Ich habe das große Glück, dass er mich machen lässt, wie ich will.“