Tödlicher Zellenbrand in Eisenstadt: Häftling hatte wohl Feuerzeug

Justizvollzugsanstalt

Nach derzeitigem Emittlungsstand wird eine zufällige oder technische Brandursache ausgeschlossen.

Die Stadtfeuerwehr war mit 20 Einsatzkräften in der Justizanstalt im Einsatz.

Die Stadtfeuerwehr war mit 20 Einsatzkräften in der Justizanstalt im Einsatz.

© zVg FF Eisenstadt

Der Häftling, der am Samstagabend bei einem Brand in seiner Zelle in der Justizanstalt Eisenstadt ums Leben gekommen ist, dürfte das Feuer mit einem Feuerzeug selbst entzündet haben. Das teilte das Justizministerium am Montag auf APA-Anfrage mit. Der Mann habe sich in Strafhaft im Normalvollzug befunden. In dieser Vollzugsform sei es den Insassen erlaubt, in den Hafträumen zu rauchen, hieß es.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand könne eine zufällige oder technische Brandursache ausgeschlossen werden, so das Ministerium weiter. Die polizeilichen Erhebungen und die interne Prüfung zur Klärung der näheren Umstände liefen am Montag aber noch.

Der Insasse soll seine Haftraumtür am Samstagabend mit Inventar verbarrikadiert und anschließend ein Feuer gelegt haben. Trotz des schnellen Einschreitens der Bediensteten sowie der Feuerwehr und eines Notarztes konnte er nicht mehr gerettet werden. Weitere Personen wurden nicht verletzt. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Justizanstalt wurde die Inanspruchnahme des psychologischen Dienstes angeboten.