Comeback als Vize-Chefin der BH Mattersburg

Jutta Luntzer

Die Mattersburgerin Jutta Huber-Luntzer hat innerhalb des Landesdienstes die Position gewechselt. Die vormalige Verwaltungsrichterin bekleidet seit 15. Juli das Amt der Bezirkshauptmann-Stellvertreterin. Eine Funktion, die sie bereits von 2008 bis 2015 innehatte.

Bezirkshauptmann Gerald Kögl mit Stellvertreterin Jutta Luntzer vor der Bezirkshauptmannschaft Mattersburg.

Bezirkshauptmann Gerald Kögl mit Stellvertreterin Jutta Luntzer vor der Bezirkshauptmannschaft Mattersburg.

© Richard Vogler

MATTERSBURG Gerald Kögl trat mit 1. Jänner dieses Jahres die Nachfolge von Werner Zechmeister als Bezirkshauptmann von Mattersburg an. Davor war er als Bezirkshauptmann-Stellvertreter an der BH Mattersburg tätig. Für die seit Jahresbeginn vakante Position wurde kürzlich eine Nachfolge gefunden: Die Mattersburgerin Jutta Huber-Luntzer wurde am 15. Juli zur neuen Bezirkshauptmann-Stellvertreterin bestellt.

Huber-Luntzer ist gebürtige St. Andräerin. Nach dem Besuch der örtlichen Volksschule und des Gymnasiums Neusiedl am See maturierte sie 1991 ebendort. Während ihres Jus-Studiums lernte sie ihren Ehemann Gerald Huber kennen und die beiden ließen sich in Mattersburg nieder. Ihre erste Berufsstation war die Parlamentsdirektion in Wien. 1999 trat sie in den Landesdienst ein und arbeitete zunächst in der BH Neusiedl im Bereich Gewerbe und danach im Amt der Burgenländischen Landesregierung im Verkehrsreferat.

Für Huber-Luntzer ist die BH Mattersburg kein Neuland. Bereits von 2003 bis 2015 war sie dort tätig – zunächst als juristische Mitarbeiterin, ab 2008 als Bezirkshauptmann-Stellvertreterin von Klaus Mezgolits.

Die vergangenen zehn Jahre war sie am Landesverwaltungsgericht Burgenland tätig. „Ich war zunächst Evidenzstellenleiterin, danach Verwaltungsrichterin. Man entscheidet dort über Rechtsmittel gegen Bescheide der Bezirkshauptmannschaften und der Gemeinden“, erläutert die 52-Jährige.

Um an die BH Mattersburg zu wechseln, musste die ehemalige Verwaltungsrichterin um Enthebung aus ihrem Amt ansuchen.

Dies deshalb, da auch Verwaltungsrichter*innen dem Richterstatus unterliegen, der besonderen Schutz genießt – sie können nur aus gesundheitlichen Gründen oder schwerwiegenden Verfehlungen wie eine strafgerichtliche Verurteilung abberufen werden.

Die Beweggründe, sich beruflich einer neuen Herausforderung zu stellen, erläutert die zweifache Mutter wie folgt: „Rund um das 50. Lebensjahr ist ein passender Zeitpunkt, sich noch einmal beruflich zu verändern, später macht man es meist nicht mehr. Und aus meiner früheren Zeit an der BH Mattersburg weiß ich, dass das Arbeitsklima hier sehr angenehm ist.“

Die Bestellung zur BH-Stellvertreterin ist für Huber-Luntzer zunächst provisorisch, eine gängige Praxis, die auch bei Kögl so gehandhabt wurde. An der BH Mattersburg ist es üblich, dass der Stellvertreter das Referat Wirtschaft leitet. „Betriebsanlagenverfahren inkl. baurechtlicher Bewilligung, Gewerbeberechtigungen, Veranstaltungsstättengenehmigungen und Camping- und Mobilheimplatzbewilligungen fallen somit in meinen Zuständigkeitsbereich“, so Huber-Luntzer, die „Laufen, Fitnessstudio, Lesen und Reisen“ als Hobbys nennt. Und ist sie einmal nicht im Job oder als Mutter im Einsatz, hilft sie auch mal in der Kantine des MSV aus.

Bezirkshauptmann Gerald Kögl freut sich ausdrücklich über den Wechsel von Huber-Luntzer: „Ich freue mich sehr, dass Jutta zu uns gekommen ist. Sie bringt viel Erfahrung und Expertise mit und passt auch menschlich sehr gut ins Team der BH Mattersburg.“