Ein Abend voll skurriler Hoffnung im OHO

Kabarettabend

Geri Unger eröffnet am 7. Feber mit seinen beiden Protagonisten einen weit gesteckten Spielraum. ireG gejagt von Geri und vice versa…Keine Panik!

„Ich mein Leben und ich keine Panik“, zeigt Geri Unger am 7. Feber im Offenen Haus Oberwart.

„Ich mein Leben und ich keine Panik“, zeigt Geri Unger am 7. Feber im Offenen Haus Oberwart.

© OHO

Es ist nicht das klassische Fluchtverhalten, das hier das Tempo bestimmt, sondern der Wechsel zwischen den Polen einer gelebten und irrealen menschlichen Existenz. Geri ist reichlich schnell in seinen Gedankensprüngen – zu langsam für ireG und zu flott für die zweiten Verfolger, sprich das Publikum.

Geri Unger bewegt sich musikalisch hakenschlagend (wie ein Hase) und künstlerisch-geschmeidig (wie ein Kätzchen) um sich und seinen eigenen tiefgründigen Schatten. Dieses trickreiche Paar (Walter Matthau & Jack Lemmon oder Dean Martin & Jerry Lewis lassen grüßen) findet bisweilen Gefallen daran uns aufs Glatteis zu führen. Es wird sich zum Glück aber niemand weh tun – kein Knochenbruch in Sicht!

Dem Zwerchfell hingegen könnte beim Tierarzt aber durchaus ein Muskelkater wegen Überlastung diagnostiziert werden. Das Zwiegespräch mit seinem Partner ireG ist so voll unterschiedlicher und witziger Begebenheiten, wie wir Geri nun mal kennen: leibhaftig und voller Elan dürfen wir mit den beiden ungleichen Zwillingen den burgenländischen Marathon von Haus zu Haus und mit der Kirche ums Dorf mitlaufen. Da ist bei allen Beteiligten Durchhaltevermögen gefordert. Ein Comedian mit frei gestalteter Persönlichkeitsstörung wird auf uns losgelassen…

„1980 wurde das jetzige OHO damals als Jugendhaus eröffnet und seither bin ich mit diesem Haus eng verbunden . Als Jugendlicher habe ich es immer als Zweites Wohnzimmer bezeichnet . Zwei mal umfallen und ich war von meinem Zuhause im Jugendhaus“, sagt Geri Unger. „Jetzt 45 Jahre später mein unser Erster Kabarett Abend im OHO . Vielleicht gibt es auch einen musikalischen Beitrag an diesem Abend . Lassen wir uns überraschen. Auf jeden Fall werden an diesem Abend Kunstwerke präsentiert die ich mit meiner Freundin Sonja GSB zusammen erlebt und auf Leinwand gebracht habe“

„Ich kenne Geri Unger seit 45 Jahren, seit dem unverhofften Erstehen eines Jugendhauses in Oberwart, aus dem ein knappes Jahrzehnt später das OHO - Offene Haus Oberwart wurde“, sagt Schriftssteller, Musiker und Aktionskünstler Peter Wagner. „Seitdem hat ihn dieses Haus, so wie auch mich, begleitet - oder anders gesagt: Seitdem hat er das Haus begleitet. Denn er war und ist immer da, wenn es ihn braucht. Auch das ist eine Art konsequenter Lebensführung: Wach zu sein in seinem Blick auf die Dinge, die anstehen. Und das in einem Gebilde, das einem zwar nicht gehört, dem man selbst aber in irgendeiner Weise angehört“, sagt Wagner.

Termin: 7. Feber 19 Uhr 30 - Offenes Haus Oberwart