Gesuchte Oberpullendorfer Supertalente & ein langgedienter Bühnenstar
Kapplkabarettabende
Wenn kein Auge trocken bleibt und Bauchmuskeln vor lauter Lachen ein Extratraining einlegen, dann ist wohl der Vorhang für die Oberpullendorfer Faschingsgilde „Die Krebsler“ aufgegangen. Freitag Abend fand die Premiere der diesjährigen Kappelsitzungen statt. Gespielt wird noch bis 2. Februar.
Der musikalische Stammtisch mit politischen Tönen begeisterte das Publikum. Beate Meinl-Reisinger (Angela Albrecht), Wladimir Putin (Christian Köck), Donald Trump (Anni Hofer) und Hans Peter Doskozil (Emanuel Rom) tauschten sich bei mehreren Gläschen burgenländischen Sekt aus.
© Michaela Grabner
Wenn an einem Stammtisch in Oberpullendorf auf Einladung von Beate Meinl-Reisinger (Angela Albrecht) und Hans Peter Doskozil (Emanuel Rom) bei ein, zwei von 200.000 Flaschen Sekt Trump (Anni Hofer) zu den Klängen von „Er hat ein knallrotes Gummiboot“ „I make America great again“ schmettert, gefolgt von Putin (Christian Köck), der zu Heinos „Blau, blau, blau blüht der Enzian“ „Ja, ja, ein Zar, Zar, Zar möcht ich wieder sein, Russland ist dazu leider viel zu klein“ trällert, dann ziehen die Oberpullendofer Narren wieder alle Register ihrer humoristischen Kunst.
Der musikalische Stammtisch war für viele Premierengäste eines der Highlights der diesjährigen Kapplsitzung, bei der sich das Publikum aber auch auf ein Wiedersehen mit Frau Navratil und der Plutzerin ebenso freuen durfte wie auf eine neue Analyse von Gilden-Präsident Emanuel Rom als Herbert Prohaska. Von den Höhen und Tiefen der internationalen und heimischen Politik wusste wie immer die Gans vom Vetter Hans mit ihrem Pinguinchor ein Lied zu singen.
Und wem das schon alles Spanisch vorkam, der konnte sich gemeinsam mit einer „gechillten“ Oma mit „Aura“ über die Unterhaltung ihres Enkels mit Chat GPT wundern. Außerdem ging man auf die Suche nach Oberpullendorfs Supertalenten wobei nicht nur bei dieser Nummer, sondern unter anderem auch beim Schulausflug und der Zeichenaufgabe die Youngsters in der Gilde zeigten, wieviel sie drauf haben.
Besonders im Rampenlicht stand aber ein Bühnen-Routinier. Nach über dreißig Jahren wird Josef „Joschi“ Patek mit Ende der heurigen Spielsaison die Krebsler-Bühne verlassen. Im heurigen Programm ist er noch einmal in einer seiner Paraderollen als „Zigeunermusiker Pedal“ zu sehen, wofür er schon am Premierenabend sichtlich gerührt Standing Ovations entgegennehmen durfte.
Michael Tanzler, Präsident der befreundeten Faschingsgilde aus Neunkirchen, das heuer als niederösterreichische Landesnarrenhauptstadt fungieren darf, überreichte Patek den diesjährigen Landesnarrenhauptstadt-Orden ebenso wie dem engagierten und wandlungsfähigen Krebsler-Chef Emanuel Rom, der als Supertalent-Jurymitglied, Landeshauptmann, Sänger und Fußball-Legende, schauspielernd, singend, gitarrespielend und moderierend auf der Bühne zu sehen war.
24. Jänner 19 Uhr
25. Jänner, 16 Uhr
30. Jänner, 19 Uhr
31. Jänner, 19 Uhr
1. Februar, 16 Uhr
2. Februar, 19 Uhr
Die Aufführungen finden im Gasthaus Domschitz statt. Restkarten sind unter www.krebsler-gilde.at/Tickets erhältlich.