„Digitale Brücke“ mitten hinein in Krisengebiete
Karawane der Menschlichke
Schüler:innen des Evangelischen Gymnasiums Wien bereiten gemeinsam mit IT-Profis 250 Computer für die „Karawane der Menschlichkeit“ auf. Das jüngste Projekt führte die Güssinger Hilfsorganisation nach Afghanistan.
Mit den gespendeten PCs bringt die Karawane Bildung in die Krisengebiete.
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Eine besondere Kooperation weckt alte Computer genau dort, wo sie dringend gebraucht werden, zum Leben. Gemeinsam mit dem Verein „PCs für alle“ machten Schüler:innen des Evangelischen Gymnasiums Wien unter der Leitung von Andreas Roncat und ein Team der Firma Dynatrace wurden insgesamt 250 Geräte fit für den Einsatz.
100 PC-Komplettsysteme stammen direkt vom Verein. Weitere 150 Laptops, die die „Karawane der Menschlichkeit“ als Spende erhalten hat, werden professionell aufgerüstet – mit gespendetem Arbeitsspeicher der Firma Comptech sowie neuen SSD-Festplatten. Die Kosten für die Ausstattung übernimmt „PCs für alle“.
Gemeinsam ist sehr viel möglich
„Diese Kooperation zeigt, was möglich ist, wenn verschiedene Akteure zusammenkommen“, sagt Vereinsgründer Peter Bernscherer. „Die Schüler:innen lernen praktische IT-Kenntnisse, das Dynatrace-Team bringt Expertise ein – und am Ende profitieren Menschen, die dringend digitale Infrastruktur brauchen.“ Für die Jugendlichen ist das Projekt mehr als Technikunterricht: Sie erleben, was digitale Teilhabe bedeutet und dass IT-Kenntnisse reale Chancen schaffen können.
Die aufbereiteten Geräte bringt Rainer Brim von der „Karawane der Menschlichkeit“ persönlich in Krisengebiete wie den Nordirak und Rojava. Dort entstehen neue Computercenter, außerdem erhalten besonders engagierte Schüler:innen im Nordirak Laptops als Starthilfe – etwa für Vorbereitungskurse zu Klima- und Zukunftsthemen.
Schweiriger Auftrag in Afghanistan
Und die Hilfe reicht noch weiter. Als die Karawane vor rund einem Jahr beschloss, nach Afghanistan aufzubrechen, war klar, dass dieser Schritt nicht einfach wird. „Dieses Land ist in den Schlagzeilen oft nur Synonym für Konflikt, Entbehrung und Stillstand. Doch hinter diesen Schlagworten leben Millionen Menschen – mit Würde, mit Stolz, mit offenen Herzen“, heißt es aus dem Team.
Die Karawanis Bruno und Heiner machten sich auf, um nicht nur zu helfen, sondern zu verstehen. „Was wir fanden, war keine „Krise, sondern eine unglaubliche Sehnsucht nach Zukunft. Nach Bildung, nach Wasser, nach Erde, die wieder trägt. Nach Hoffnung, die wächst – ganz wortwörtlich, in jedem gepflanzten Baum, in jedem Mädchen, das lesen lernt, in jedem Tropfen Wasser, der durch neue Leitungen fließt.“
Auch hier sollen künftig Computer dazu beitragen, jungen Menschen Zugang zu Wissen zu ermöglichen – und damit zu Optionen, die im Alltag oft fehlen. Denn wer digital teilhaben kann, hat bessere Chancen auf Ausbildung, Arbeit, Selbstbestimmung. Der Verein „PCs für alle“ setzt sich für digitale Inklusion ein und stellt aufbereitete Computer zur Verfügung. Mehr dazu: pcsfueralle.at