Neuer Allgemeinmediziner ab Mitte Februar im Oberpullendorfer Rathaus
Kassenarztpraxis
Wolfgang Ott wird in der im Gebäudekomplex des Rathauses situierten Arztpraxis gleich neben dem Büro des Standesamtsverbandes Mittelburgenland ordinieren.
Wenn Wolfgang Ott nicht in seiner Arztpraxis ist, dann besucht er am liebsten seine Enkerl, unternimmt mit seiner Gattin Motorradtouren oder verbringt seine Zeit in der Natur mit Birdwatching.
© Michaela Grabner
„Im Burgenland bin ich wegen der Viertages-Woche, weil es hier einen Ruhetag gibt, in Österreich wegen der Enkerl“, gibt Wolfgang Ott mit einem entwaffnendem Lächeln offen zu. Die vergangenen zehn Jahre hat der gebürtige Steirer als Facharzt für Allgemeinmedizin in Skandinavien gearbeitet - in unterschiedlichen Primärversorgungszentren in Schweden und eine Zeit lang auch in Dänemark.
„Ich wollte immer einmal im Norden leben und wurde dort mit offenen Armen empfangen“, so Ott, der in Skandinavien die Ausbildung zum Facharzt aboslviert hat. „Die Hierarchie in Skandinavien ist anders. Dort ist der Hausarzt in der obersten Position sowohl hinsichtlich der Verantwortung in der Patientenbetreuung als auch hinsichtich der Bezahlung“, schildert Ott.
Am 1. Dezember hatte er seinen letzten Arbeitstag in Schweden, denn „meine Enkerl, die 3 und 5 Jahre alt sind, und die unruhige Weltlage waren Anlass, wieder heimzugehen“, schildert der 58-Jährige. Sein Medizinstudium absolvierte er in den 80er-Jahren in Graz . Danach war er bis zu seinem 40. Lebensjahr als Dauersekundararzt bei den steiermärkischen Krankenanstalten tätig, ehe er seine eigene Praxis in Graz eröffnete. Seine Turnusausbildung hat Ott aber bereits vor vielen Jahren einmal ins Burgenland geführt und zwar an die Krankenhäuser Güssing und Oberwart.
„Ich habe nur sympathische Erinnerungen ans Burgenland, dass es Oberpullendorf geworden ist, ist Zufall“, so Ott, der sich hier bereits sehr wohl fühlt und binnen kürzester Zeit die schöne Natur rundherum schätzen gelernt hat. Ott hat sich in Unterfrauenhaid wohnhaft niedergelassen gemeinsam mit seiner Gattin, die ihn auch in der Ordination unterstützen wird.
Dort wird derzeit noch an der Installation der notwendigen EDV-Ausstattung gearbeitet. Mitte Februar soll die Ordination dann in Betrieb gehen. Diese wird Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 8 bis 12 Uhr sowie mittwochs Nachmittag von 16 bis 18 Uhr und freitags Nachmittag von 14 bis 16 Uhr geöffnet haben.