Eisige Nächte in Kleinzicken und Güssing
Klirrende Kälte
Mit Temperaturen weit unter Null waren Kleinzicken und Güssing zuletzt die kältesten Orte im Burgenland.
Auch beim Eislaufen sollte man Pausen machen. Die Kälte belastet den Kreislauf.
© S Gyaky
Der Winter zeigt sich derzeit von seiner strengsten Seite. In der Nacht auf Donnerstag wurden in Kleinzicken im Bezirk Oberwart minus 17,4 Grad Celsius gemessen, in Güssing lag die Tiefsttemperatur bei minus 17,3 Grad. Damit zählten beide Orte zu den Kältepunkten im Burgenland.
Die eisigen Temperaturen sind Teil einer landesweiten Kältephase, die in vielen Regionen für Frostnächte sorgt. Während andernorts auch Neuschnee gefallen ist, macht sich die Kälte im Südburgenland vor allem durch gefrorene Böden, glatte Straßenabschnitte und hohe Belastungen für Mensch, Tier und Infrastruktur bemerkbar.
Gerade bei solchen Minusgraden ist im Alltag besondere Vorsicht gefragt. Wer in den frühen Morgenstunden unterwegs ist, sollte ausreichend Zeit einplanen und auf glatte Stellen achten. Autofahrer:innen sind gut beraten, vor der Fahrt Scheiben vollständig vom Eis zu befreien und längere Bremswege einzuplanen. Auch Heizsysteme laufen derzeit auf Hochtouren – regelmäßiges Lüften hilft trotzdem, Feuchtigkeit und Schimmelbildung zu vermeiden.
Für ältere Menschen und Kinder bedeutet die Kälte zusätzliche Belastung. Warme Kleidung in mehreren Schichten, Haube und Handschuhe sind bei diesen Temperaturen kein Extra, sondern notwendig. Wer Nachbarn hat, die alleine leben, kann mit einem kurzen Anruf oder Besuch nachfragen, ob alles in Ordnung ist.
Auch Tiere brauchen jetzt besondere Aufmerksamkeit. Haustiere sollten nicht länger als nötig im Freien bleiben, und auf Bauernhöfen ist auf frostfreie Trinkwasserstellen zu achten. Streunenden Katzen oder Vögeln kann mit einem geschützten Platz und etwas Futter geholfen werden.