Haus der Vielfalt

Kommentar

BVZ Süd Leiter Bertie Unger schreibt über das Haus der Volksgruppen in Oberwart.

Haus der Vielfalt

© Lexi

Oberwart nennt sich selbst die „Stadt der Vielfalt“ und mit dem Haus der Volksgruppen wird dieser Anspruch nun auch baulich sichtbar. Als ein klares JA zu den Volksgruppen, die im südlichen Burgenland seit Jahrhunderten leben.

Ihre Geschichte ist Teil der Identität. Ein gemeinsames Haus macht diese Realität greifbar und schafft einen Ort, an dem Sprache, Kultur und Erinnerung nicht nur bewahrt, sondern weiterentwickelt werden können. Sichtbarkeit bedeutet Anerkennung und Anerkennung ist Grundlage für Respekt. Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftliche Spannungen zunehmen, braucht es solche klaren Entscheidungen.

Das Haus der Volksgruppen zeigt aber auch, dass Zusammenhalt gewollt ist. Nicht nebeneinander, sondern miteinander. Und dass dieses Zentrum ausgerechnet hier entsteht, ist folgerichtig. Oberwart war immer ein Schnittpunkt unterschiedlicher Kulturen. Jetzt liegt es nicht nur an den Volksgruppen, diesen Ort mit Leben zu füllen.