Simulationstraining und Hightech-OP für mehr Patientensicherheit

Krankenhaus Eisenstadt

Krankenhaus setzt neuen innovativen Schritt: Neben etablierten medizinischen Simulationstrainings werden auch spezielle Notfallsituationen bei hochkomplexen OP-Abläufen mit dem DaVinci-Operationsroboter realitätsnah geübt.

Training seltener, jedoch kritischer Situationen im Simulator hilft, Risiken frühzeitig zu erkennen und gezielt gegenzusteuern.

Training seltener, jedoch kritischer Situationen im Simulator hilft, Risiken frühzeitig zu erkennen und gezielt gegenzusteuern.

© KHBB/T. Teubner

Regelmäßige Simulationstrainings sind ein zentraler Bestandteil moderner Patientensicherheit im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Eisenstadt.

Nach der erfolgreichen Einführung des DaVinci-Operationsroboters bei chirurgischen und gynäkologischen Eingriffen, liegt der Fokus nun auf der gezielten Simulation äußerst seltener, jedoch kritischer Notfallsituationen und deren rascher und kompetenter Bewältigung.
Hierzu wurde ein einzigartiges Trainingskonzept entwickelt, bei dem verschiedene Szenarien gleichzeitig an einer Simulationspuppe und am OP-Roboter interdisziplinär durch die OP-Teams zu lösen sind.

Ziel ist es, klare Notfallabläufe und eine standardisierte Kommunikation in Form sogenannter „Call-Outs“ zu etablieren, um im Ernstfall rasch, strukturiert und koordiniert handeln zu können. Unvorhergesehene massive Blutungen oder anästhesiologische Probleme, die ein Weiterführen der Operation verhindern, erfordern ein rasches Entfernen des Roboters. Wenn jede Sekunde zählt, ist es entscheidend, dass jeder Handgriff sitzt und alle beteiligten Berufsgruppen wissen was zu tun ist.

Was in der Luftfahrt seit Jahrzehnten Standard ist, hat sich auch in der Medizin bewährt. Das Training kritischer Situationen im Simulator hilft, Risiken frühzeitig zu erkennen und gezielt gegenzusteuern.

Ärzt und Ärztinnen sowie Pflegepersonal trainieren regelmäßig gemeinsam, um im Ernstfall koordiniert und effizient handeln zu können. Diese Trainings tragen nachweislich zur Steigerung der Patientensicherheit und zur Verbesserung der Behandlungsergebnisse bei.

Alle Teilnehmenden – Anästhesistinnen und Anästhesisten, Chirurginnen und Chirurgen, Gynäkologinnen und Gynäkologen sowie das OP-Pflegepersonal – zeigten sich dankbar für die Übungsmöglichkeit und stolz auf die gemeinsam erfolgreich bewältigten Notfallszenarien: „Das Training unter geschützten Bedingungen ist äußerst wertvoll, um im Ernstfall auch unter Stress schnell und richtig zur agieren.“