Oberwart: Bühne frei für ungarische Lyrik

Kultur

Insgesamt 109 Schüler nahmen am Finale des großen Rezitationswettbewerbs des Burgenländisch-Ungarischen Kulturvereins (BUKV) in Oberwart teil.

An dem Wettbewerb für VolksschülerInnen nahmen am Dienstagvormittag 75 SchülerInnen teil.

An dem Wettbewerb für VolksschülerInnen nahmen am Dienstagvormittag 75 SchülerInnen teil.

© Burgenländisch-Ungarische Kulturverein (BUKV

Zwei Tage lang stand der Festsaal der Reformierten Kirchengemeinde Oberwart ganz im Zeichen der ungarischen Sprache. Am 12. und 13. Mai veranstaltete der BUKV das Finale seines traditionellen Rezitationswettbewerbs, bei dem heuer zeitgenössische Dichterinnen im thematischen Mittelpunkt standen. Insgesamt 109 Kinder und Jugendliche aus 21 Bildungseinrichtungen traten vor die Fachjury, um ihr Können in der Interpretation ungarischer Lyrik unter Beweis zu stellen.

Den Auftakt machten am Dienstag die Volksschüler, wobei 75 Kinder in verschiedenen Kategorien starteten. Besonders erfreulich war die Teilnahme von 29 Schülern mit nicht-ungarischer Muttersprache.

Am Mittwoch folgten die Altersgruppen der Mittelschulen und Gymnasien. Die älteren Teilnehmer wählten für ihren Vortrag bevorzugt Werke von Katalin Cseh oder Anna Szabó T. Diese Mischung aus verschiedenen Altersstufen und sprachlichen Hintergründen macht den Wettbewerb seit 2004 zu einem wichtigen Pfeiler der interkulturellen Bildung im Burgenland.

Die Jury, bestehend aus Ludwig Baliko, Irene Hanel-Gangoly, Alexander Kulman und Judit Gergó, achtete bei der Beurteilung besonders auf die korrekte Aussprache, die Verständlichkeit sowie den individuellen Vortragsstil. „Treibende Kraft sind die Pädagogen, die ihre Schüler im Unterricht motivieren und vorbereiten“, hieß es seitens des BUKV. Durch diese gezielte Vorbereitung wird nicht nur die Sprachkompetenz gefördert, sondern auch das Selbstbewusstsein der Jugendlichen auf der Bühne gestärkt.

Als Lohn für ihre Mühen erhielten alle Teilnehmer eine Urkunde und ungarischsprachige Bücher zur weiteren Sprachförderung. Die Bestplatzierten wurden zudem mit weiteren Buchpräsenten ausgezeichnet. Der Wettbewerb unterstrich erneut die Wichtigkeit des Spracherwerbs und den hohen Stellenwert der ungarischen Volksgruppe in der Region. Ein besonderer Dank der Organisatoren galt der Reformierten Kirchengemeinde für die Bereitstellung der Räumlichkeiten.