Schlösserstraße bringt das Südburgenland auf Europas Kulturkarte

Kulturroute

Die Schlösserstraße arbeitet weiter an der Anerkennung als Europäische Kulturroute. Mit Schloss Kohfidisch, Burg Güssing, der Friedensburg Schlaining, Burg Bernstein, Burg Lockenhaus, Schloss Tabor und Schloss Rotenturm ist auch das Südburgenland fixer Teil des Netzwerks.

Die Generalversammlung fand im Stift Rhein statt. Mit wachsendem Interesse aus Kroatien und Ungarn gewinnt die Schlösserstraße weiter an Bedeutung.

Die Generalversammlung fand im Stift Rhein statt. Mit wachsendem Interesse aus Kroatien und Ungarn gewinnt die Schlösserstraße weiter an Bedeutung.

© zvg

Die Schlösserstraße, der grenzüberschreitende Zusammenschluss historischer Schlösser, Burgen und Klöster in Österreich, Slowenien und den Nachbarländern, treibt ihre Anerkennung als „Cultural Route of the Council of Europe“ weiter voran. Insgesamt vereint die Schlösserstraße heute mehr als 40 Schlösser, Burgen und Stifte in der Steiermark, im Burgenland und in Slowenien.

Ein wichtiger Meilenstein war die jüngste Generalversammlung im Stift Rein, einem der neuen Mitglieder der Schlösserstraße. Danach folgte im Kongresszentrum Zehnerhaus in Bad Radkersburg eine internationale wissenschaftliche Konferenz im Rahmen des Interreg-Projekts Castle Road 2.0. Unter dem Titel „Die Schlösserstraße als Kulturroute von europäischer Bedeutung“ diskutierten Expert:innen aus Österreich, Slowenien, Ungarn und Kroatien über das verbindende kulturelle Erbe der Region.

„Das Ziel ist eine transnationale Kulturroute, die das verbindende europäische Erbe sichtbar macht und sich touristisch wie wissenschaftlich weiterentwickelt“, betont Thomas Gußmagg, Organisator der Tagung und Vertreter des Thermen- & Vulkanlandes Steiermark.

Im Mittelpunkt standen Fachvorträge zum architektonischen, funktionellen und ideellen Erbe historischer Bauwerke. Wissenschaftler:innen beleuchteten unter anderem die Entwicklung von Festungen zu Landschlössern, die Rolle von Klöstern als multifunktionale Zentren sowie Fragen der Denkmalpflege. Besonderes Interesse galt dabei dem Begriff „Zwischeneuropa“.

„Zwischeneuropa bildet eine eigenständige Kulturlandschaft, geprägt durch Austausch und Vernetzung – ein ideales Forschungsfeld für die Schlösserstraße als europäisches Bindeglied“, erklärt Harald Heppner, Leiter des wissenschaftlichen Beirats der Schlösserstraße.

Wissenschaftliche Konferenz im Burgenland in Vorbereitung

Parallel dazu präsentierte sich die Schlösserstraße bei der 14. Advisory Forum on Cultural Routes des Europarates in Kappadokien. „Unser gemeinsames Ziel ist es, die Schlösserstraße als offizielle Cultural Route of the Council of Europe zertifizieren zu lassen – ein wichtiger Schritt zur internationalen Sichtbarkeit unserer historischen Orte“, sagt Nina Peischl, Projektmanagerin des EU-Projekts Castle Road 2.0

Bereits in Planung ist eine wissenschaftliche Konferenz im Burgenland im Jahr 2027, bei der vor allem junge Menschen stärker eingebunden werden sollen, um das Bewusstsein für das gemeinsame kulturelle Erbe weiter zu stärken.