Kölly will mit den „Gelben“ vom Burgenland aus im Bund mitspielen

„Länder zusammenlegen“

Seine Ideen für den Nationalratswahlkampf präsentierte Ex-LBL-Abgeordneter Manfred Kölly zusammen mit dem Gründer der „gelben“ Bewegung, Martin Gollner. „Die Veränderung“ will man bei der Landtagswahl im Jänner auch ins Burgenland bringen; auf Bundesebene schlägt Kölly unter anderem einen Bürokratie-Abbau durch die Zusammenlegung von Bundesländern vor. „Die Gelben“ wollen das Grundmandat schaffen und im Nationalrat wie im Land „das Zünglein an der Waage“ sein.

Nationalrats-Kandidatur im Burgenland. Ex-Landtagsabgeordneter Manfred Kölly und Mediziner Martin Gollner (v.l.).

Nationalrats-Kandidatur im Burgenland. Ex-Landtagsabgeordneter Manfred Kölly und Mediziner Martin Gollner (v.l.).

© Wolfgang Millendorfer

Das Burgenland könnte künftig ruhig noch enger mit Wien und Niederösterreich zusammenrücken, wenn es nach Manfred Kölly und den „Gelben“ geht. Die Bundesländer sollen aber nicht aufgelöst werden, nur in der Verwaltung kooperieren, zum Beispiel auch Salzburg und Oberösterreich oder Tirol und Vorarlberg - und man solle darüber nachdenken, ob Südtirol nicht zu Österreich zurückkommen könnte. „Wenn man will, geht in der Politik vieles“, sagt Kölly.

Der ehemalige Bürgermeister von Deutschkreutz, frühere FPÖ-Klubobmann und Noch-LBL-Chef will es mit 70 noch einmal wissen, weil er „ein politisch denkender Mensch“ sei und eine Alternative bieten wolle. Einen klassischen Wahlkampf - „bei der Betonung auf das Kämpfen“ - werde er nicht führen, sondern vor allem mit den Menschen reden. „Den Kölly kennt man im Burgenland ja“, verweist der Langzeit-Politiker darauf, dass er seit Jahrzehnten „landauf landab unterwegs“ sei.

Die Gelben treten bei der Nationalratswahl nur im Burgenland an, auf Bundesebene hat Kölly im Martin Gollner einen Mistreiter gefunden; der Mediziner wurde mit seiner Kritik am Covid-Maßnahmenpaket bekannt. Neben Corona stehen Themen wie „eine Abschaffung der Zwei-Klassen-Medizin“, Bürokratie-Abbau, Gleichstellung oder Migration am Programm.

Kölly will mit den „Gelben“ vom Burgenland aus im Bund mitspielen

© Wolfgang Millendorfer

„Seit ich in der Politik bin, höre ich, dass man in der Bürokratie sparen will – aber was wird wirklich umgesetzt?“, meint Kölly. Auch im Bund wollen die Gelben als „Zünglein an der Waage“ ins Spiel kommen und das Grundmandat schaffen. Ein ambitioniertes Ziel, dessen Erreichen aber möglich sei, sagen Kölly und Gollner. Zusammen präsentierten sie ihr Plakat jetzt im Rahmen eines Pressegespräches in Eisenstadt.

An der Landtags-Kandidatur wird gebastelt

„Wir wollen die Veränderung auch ins Burgenland bringen“, kündigte Martin Gollner an. „Bei der nächsten Landtagswahl sind wir sicher dabei“, ergänzte Kölly. Mit welcher Gruppierung und unter welchem Namen, das steht allerdings noch nicht fest. Eine mögliche Zusammenarbeit mit dem ehemaligen FPÖ-Klubchef und freien Mandatar Géza Molnár lässt man weiterhin offen. „Wir wollen mit allen reden“, so Kölly, „vor allem auch mit Menschen, die noch nicht in der Politik sind“. Stimmen könne man bei allen Parteien „abknabbern“, nennt er zwei bis vier Mandate als Ziel für die Landtagswahl.

Kölly will mit den „Gelben“ vom Burgenland aus im Bund mitspielen

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