NEOS-Neustart im Burgenland: Christoph Lach will Wahlerfolge liefern
Landessprecher-Wahl
Mit 91,67 Prozent Zustimmung wurde Unternehmer Christoph Lach zum Landessprecher der Burgenland-NEOS gewählt. Der bisherige Interims-Sprecher hatte mit Günter Ulreich auch einen Mitbewerber, Stani Frank ist wieder als Stellvertreterin im Amt. Im Burgenland will das Team neu durchstarten, 2027 mehr Gemeinderats-Sitze holen und 2030 den Landtags-Einzug schaffen.
Nach der Ergebnis-Verkündung: NEOS-Sprecher Christoph Lach bekam von Landesgeschäftsführerin Sylvia Neuherz ein symbolisches pinkes Mikrofon überreicht.
© Wolfgang Millendorfer
„Neustart“ war das Motto, auch die „NEOSphäre“ in der Eisenstädter Esterházystraße wurde erst vor Kurzem bezogen - und jetzt gibt es einen offiziell gewählten Landessprecher: Christoph Lach hat im September des Vorjahres interimistisch von Vorgänger und Landtagswahl-Kandidat Christoph Schneider übernommen, bei der internen Wahl am Donnerstagabend erhielt er 91,67 Prozent der Stimmen.
Der Südburgenländer Günter Ulreich trat ebenfalls als Landessprecher-Kandidat an. Als Stellvertreterin wurde die Eisenstädterin Stani Frank gewählt, sie war bereits im Landtags-Wahlkampf auf Platz zwei im Einsatz. Außerdem ist Janka Koen neu im Landesteam. Abgestimmt wurde vor Ort mittels Online-Voting, die Ergebnisse verkündete NEOS-Landesgeschäftsführerin Sylvia Neuherz.
© Wolfgang Millendorfer
Unternehmer Christoph Lach lebt in Frauenkirchen und will die NEOS im Burgenland als „Reformkraft“ positionieren. Der Weg in den Landtag sei kein leichter, schickte er bei seiner Rede voraus, zugleich gab Lach ein Versprechen ab: „Wir werden die lauteste Opposition außerhalb des Landtages sein, die das Burgenland jemals gesehen hat!“
Thematisch setzen Lach und Co. auf Wirtschaft, Bildung und Transparenz: „Wir stehen für eine Politik, die ehrlich ist – auch wenn es unbequem wird.“ Unter anderem nennt Lach „ineffiziente Strukturen wie den Bundesrat“, den man ebenso kritisch hinterfrage wie „Alleingänge des Landes in der Gesundheitspolitik“ oder „das System von Landeshauptmann Doskozil“. Als eine der nächsten Aktionen kündigten die NEOS eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz an, Thema wird die Landesholding.

© NEOS Burgenland
Zudem stehe man für ein starkes Europa der Zusammenarbeit: „Gerade für das Burgenland als Grenzregion ist der gemeinsame EU-Markt mit offenen Grenzen, funktionierenden Partnerschaften und freiem Handel ein zentraler Motor für Arbeitsplätze, Investitionen und wirtschaftliche Entwicklung.“ Die Aufbauarbeit in den Regionen hat schon begonnen, das nächste Ziel ist mit den Gemeinderatswahlen 2027 klar: Antritte soll es in mehreren Gemeinden geben, einen besonderen Fokus will man auf die Landeshauptstadt legen.