Spitzenkandidaten gaben ihre Stimme ab, erste Wahllokale bereits zu
Landtagswahl 2025
250.400 Wahlberechtigte wählen heute den neuen Landtag. Die Spitzenkandidaten der Parteien gaben bereits ihre Stimmen an. Einige Wahllokale im Burgenland sind bereits geschlossen. Die erste Hochrechung wird zwischen 16 und 16.30 Uhr erwartet.
Die Spitzenkandidaten Christian Sagartz (ÖVP), Stani Frank und Christoph Schneider (NEOS), Anja Haider-Wallner (Grüne), Geza Molnar (Liste Hausverstand), Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) mit Gattin Julia sowie Norbert Hofer (FPÖ).
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Zu Mittag war die Wahl bei eisigem Winterwetter in vollem Gange, erste Wahllokale hatten bereits wieder geschlossen. Die Spitzenkandidaten gaben ihre Stimme am Vormittag ab und zeigten sich dabei zuversichtlich. Auf dem Stimmzettel stehen sechs Parteien. Die SPÖ muss den Landeshauptmann-Sessel verteidigen. Für die Grünen könnte der Wiedereinzug in den Landtag knapp werden.
SPÖ-Spitzenkandidat Hans Peter Doskozil gab sich bei der Stimmabgabe in seiner Heimatstadt Oberwart zuversichtlich, sein Wahlziel zu erreichen und 18 der derzeit 19 Mandate halten zu können: „Das Wahlziel ist hoffentlich realistisch.“
In Pöttsching (Bezirk Mattersburg) schritt zuvor ÖVP-Landesparteiobmann Christian Sagartz zur Urne und meinte, die „äußeren Einflüsse“ auch seitens der Bundespolitik hätten den Wahlkampf überschattet.
Als erstes in der Früh wählte Liste-Hausverstand-Gründer Geza Molnar in der Landeshauptstadt: „Die vier Prozent werden wir machen. Ich bin im Landtag“, zeigte auch er sich optimistisch.
Drei der sechs Spitzenkandidaten - Norbert Hofer (FPÖ), Anja Haider-Wallner (Grüne) und Christoph Schneider (NEOS) - hatten bereits am vorgezogenen Wahltag von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht.
SPÖ hat absolute Mehrheit zu verteidigen
Bei der letzten Landtagswahl am 26. Jänner 2020 erreichte die SPÖ 49,94 Prozent der Stimmen und die Mandatsmehrheit im Landtag. Die ÖVP kam auf 30,58 Prozent. Auf die Freiheitlichen entfielen ein halbes Jahr nach der Ibiza-Affäre und der darauffolgenden Aufkündigung der rot-blauen Zusammenarbeit durch den größeren Koalitionspartner 9,79 Prozent. Die Grünen kamen auf 6,72 Prozent. Bündnis Liste Burgenland und NEOS schafften es damals nicht in den Landtag, in dem 36 Mandate zu vergeben sind.
Diesmal treten neben den vier im Landesparlament vertretenen Parteien erneut die NEOS und die Liste Hausverstand, die von Ex-FPÖ-Politiker Molnar gegründet wurde, an. Die SPÖ dürfte erneut mit Abstand Erster werden, ob es auch für die Absolute reicht, ist offen. Dies hängt auch davon ab, ob die Grünen den Wiedereinzug oder die NEOS erstmals den Einzug schaffen.
Den Türkisen droht ein historisch schlechtes Ergebnis und der Absturz auf Platz drei hinter dem wohl großen Zugewinner FPÖ. Sollten die Freiheitlichen und die Volkspartei stark genug werden, könnten sie Doskozil vom Landeshauptmann-Thron stoßen. Für den Fall, dass die SPÖ künftig einen Partner zum Regieren braucht, schloss Doskozil keine Partei aus. Einzig die NEOS legten sich im Wahlkampf auf die Oppositionsrolle fest.
Insgesamt kann in 442 Wahllokalen abgestimmt werden. Das erste öffnete bereits um 6.45 Uhr in Bad Sauerbrunn, in kleinen Gemeinden wurden sie teilweise schon wieder am Vormittag geschlossen. Schluss ist jedenfalls um 16 Uhr unter anderem in Eisenstadt und Rust, wenig später liegen auch die ersten Hochrechnungen vor. Das vorläufige Endergebnis wird am Abend erwartet.