NMS Gols: 13 Lehrkräfte für Teilnahme am Projekt „plus“ zertifiziert
Lebenskompetenz
„plus“ ist ein Unterrichtsprogramm zur Sucht-, Gewalt- und Suizidprävention für die 5. bis 8. Schulstufe auf Basis des Lebenskompetenzansatzes. Insgesamt 13 Lehrkräfte der Mittelschule Gols bekamen am heutigen Mittwoch die Zertifikate für ihre Teilnahme am Programm von Bildungslandesrätin Daniela Winkler verliehen.
13 Lehrkräfte der NMS Gols erhielten am Mittwoch ihr Zertifikat von Bildungslandesrätin Daniela Winkler.
© Klaus Zwinger
In seinen Teenagerjahren durchläuft man eine Vielzahl von Veränderungen. Oftmals fehlt es einem dabei am Vermögen, effektiv zu kommunizieren und seine Bedürfnisse klar auszudrücken. Mitunter an diesem Punkt setzt das Unterrichtsprogramm „plus“ an. Die teilnehmenden Lehrkräfte nahmen über einen Zeitraum von vier Jahren an regelmäßigen Schulungssitzungen teil. Mit vorgefertigten Unterrichtseinheiten soll das Programm nun gezielt in den Unterricht, angepasst an die verschiedenen Fächer, integriert werden.
Dabei geht es neben der Vermittlung von Lebenskompetenzen, um sich selbst und andere besser zu verstehen und seine eigenen Bedürfnisse klar auszudrücken auch darum, einen konstruktiven Umgang mit unangenehmen Gefühlen und Stress zu entwickeln sowie Konflikte und Probleme erfolgreich zu lösen. Die jeweils neu gelernten Methoden sollen dann in den Klassen umgesetzt werden. In der Neuen Mittelschule Gols wurde nun bereits die zweite Gruppe an Lehrkräften zertifiziert, damit haben insgesamt bereits 30 Lehrerinnen und Lehrer der Schule das Präventionsprogramm abgeschlossen.
Lebenskompetenzen erwerben
Eva Maria Schefberger-Knoll, Projektleiterin von „plus“, erklärt: „‘plus‘ stärkt die Beziehung zwischen Lehrkräften und den Kindern und Jugendlichen und fördert die Klassengemeinschaft. Kinder und Jugendliche können in diesem Rahmen wichtige Lebenskompetenzen erwerben. Die Stärkung der Lebenskompetenzen fördert das Wohlbefinden, Klassenklima, die Lernmotivation und die Gesundheit. Dieser Ansatz ist aktuell die erfolgreichste Methode in der Gewalt-, Suizid- und Suchtprävention.“ Momentan befinden sich insgesamt 142 Lehrerinnen und Lehrer in der Fortbildung.
Förderung durch die ÖGK
Das schulische Umfeld hat großen Einfluss auf die körperliche, psychische und soziale Gesundheit von Lehrpersonen, Kindern und Jugendlichen, aber auch vom nicht-unterrichtenden Personal und den Eltern. „Für die ÖGK ist es daher ein wichtiges und zentrales Setting, um alle am Schulleben beteiligte Personen über einen längeren Zeitraum mit ganzheitlichen Projekten zu versorgen. Es freut uns daher besonders, das Projekt ‚plus‘ als Fördergeberin finanziell unterstützen zu können um hier dem wichtigen Thema Sucht-, Gewalt- und Suizidprävention im Burgenland eine Plattform zu geben. Dass sich in der Neuen Mittelschule Gols das gesamte Kollegium dem Projekt ‚plus‘ verschrieben hat und an der Schule umsetzt, zeigt die Bedeutung und dazu kann man nur gratulieren“, erklärt Sabine De Martin de Gobbo, Vorsitzende des Landestellenausschusses der ÖGK.