Hallen-WM: Bredlinger klopfte wieder an das Semifinale an
Leichtathletik
Nur zwei Wochen nach der Hallen-Europameisterschaft in Apeldoorn war die Trausdorferin Caroline Bredlinger auch in Nanjing bei der Leichtathletik-Hallen-Weltmeisterschaft über 800 Meter im Einsatz. In den Niederlanden verpasste sie knapp das Semifinale, bei ihrem zweiten internationalen Großevent schlug sie sich erneut ausgezeichnet und klopfte wieder an der nächsten Runde an. Bitter: Von 24 Läuferinnen war sie die Fünftschnellste, dennoch reichte es knapp nicht.
© ÖLV/Sonja Maleterova
Mit 2:03,78 Minuten fehlten der 23-jährigen Burgenländerin im letzten von vier Vorläufen lediglich 22 Hundertstel auf den Sprung ins Semifinale. Die Top-Drei der vier Vorläufe kamen weiter, am Ende wurde es für Caroline Bredlinger Platz fünf. Wie eng alles beisammen war, zeigt schon, dass auf die Vorlaufsiegerin Nia Akins aus den USA gerade mal 49 Hundertstel fehlten.
Die Laufteam Burgenland Eisenstadt-Athletin war im schnellsten Vorlauf unterwegs - das erklärt auch einen weiteren Umstand. Trotz der fünftbesten Vorlaufzeit aller 24 Athletinnen reichte es nicht zum Weiterkommen. Hinter den zwölf Semifinal-Qualifizierten und der in ihrem Lauf viertplatzierten Australierin Sarah Billings erreichte sie Platz 14. Aufbauen lässt sich darauf aber in jedem Fall.
Caroline Bredlingers Resümee: „Aus Bahn 1 bin ich ganz gut rausgekommen, aber es war so nicht einfach sich optimal positionieren, weil doch immer Läuferinnen neben mir waren. Zwischendurch ist schon der Hoffnungsschimmer aufgekommen, dass es sich ausgeht, aber die Favoritinnen waren am Ende doch stärker. Ich habe in dieser Hallensaison viel gelernt, vor allem wie ich es taktisch besser machen könnte. Vor allem EM und WM waren da sehr wichtig, das wird mich auf jeden Fall stärker machen. Ich bin stolz jetzt bei beiden Großereignissen dabei gewesen zu sein, die WM in Tokio ist jetzt mein Ziel für die Freiluftsaison. Ich weiß, dass mir noch einiges dazu fehlt, aber ich habe auch gesehen, dass ich schon gut mithalten kann. Ich werde daran arbeiten und versuchen draußen an die 2-Minuten-Marke ranzukommen oder sie sogar zu unterbieten.“
Und ihre Trainerin respektive Mutter Uschi Bredlinger meinte in ihrer ersten Reaktion: „Caroline hat sich auch in Nanjing wieder gut präsentiert. Sie hat sich ganz gut im Mittelfeld gehalten, hinten raus hat es dann leider nicht ganz gereicht. Diese Erkenntnis nehmen wir aber mit, dass sie sicher noch sprintstärker werden muss. Aber insgesamt sind wir mit dieser Hallensaison sehr zufrieden.“