Raiffeisen Austrian Open: Nächster Meilenstein auf der silbernen Ebene
Leichtathletik
Die Raiffeisen Austrian Open in der Leichtathletik Arena Eisenstadt gehen 2024 bereits am 22. Mai über die Bühne. Bei der fünften Auflage dieses internationalen Meetings, das vom Bronze-Status weiter aufgewertet wurde und nun Teil der World Athletics Continental Silver Tour ist, dürfen sich die Fans auf ein Sportspektakel freuen. Meeting-Direktor Rolf Meixner: „Wir werden dem Publikum eine einzigartige Show bieten.“
Vorfreude auf die Raiffeisen Austrian Open: Raiffeisen Landesbank-Vorstand Rudolf Suttner, Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner, Meeting-Direktor Rolf Meixner und Österreichs Leichtathletikverband-Generalsekretär Helmut Baudis.
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Es waren passende Einstiegsworte, die Thomas Steiner zu Beginn der Präsentation fand. Der Bürgermeister der „kleinsten Großstadt der Welt“, wie sich Eisenstadt marketingtechnisch bekanntlich positioniert, meinte: „Es ist eine kleine Sensation, was wir hier haben.“ Tatsächlich ist es, und das meinte Steiner klarerweise, eine richtig große Sache, die sich im Lauf der Jahre hier entwickelt hat.
Denn in der Leichtathletik Arena werden die diesjährigen Raiffeisen Austrian Open sportlich noch eine Stufe größer, strukturell noch professioneller und insgesamt noch öffentlichkeitswirksamer abgewickelt. Aus dem Bronze-Event wurde, was die Vergabe der Punkte und die generelle Wertigkeit betrifft, nun ein Silber-Meeting - heißt konkret, dass einige Bewerbe als Teil der Silver-Continental-Tour gestuft sind.
Mit diesem Upgrade gibt es somit für die Aktiven zusätzliche Platzierungs-Bonuspunkte und gestiegene Quali-Möglichkeiten für Großevents wie EM, WM oder Olympia.
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Terminlich gute Gelegenheit zur finalen EM-Qualifikation
Mittlerweile nutzen schließlich zahlreiche nationale und internationale Athleten die Gelegenheit, auf der Anlage (die aufgrund von ausgetüftelter Bauweise beste Voraussetzungen für Rekorde und gute Leistungen bietet) wettkampfmäßig anzutreten. Und auch der Termin ist bewusst gewählt. Nicht nur, dass Ende Juni die Olympia-Qualifikation endet. Weil heuer von 7. bis 12. Juni die Europameisterschaften in Rom steigen, erstreckt sich der EM-Quali-Zeitraum bis 25. Mai.
Die Raiffeisen Austrian Open sind hier die vorletzte Gelegenheit (danach folgen die Balkanmeisterschaften), um noch auf den EM-Zug aufzuspringen oder das Meeting als niveauvolle Vorbereitung zu nutzen. Zudem ist ein Leichtathletik-Meeting dieser Kategorie keine Selbstverständlichkeit, wie Helmut Baudis, Generalsekretär des Österreichischen Leichtathletikverbands (ÖLV), erklärt:
„Weltweit gibt es nur 27 Silber-Meetings. Im Paket mit der tollen technischen Ausstattung der Anlage sowie dem idealen Termin stimmen die Voraussetzungen für ein tolles Event.“ Mit rund 1.500 Fans könnte die Leichtathletik Arena Eisenstadt, so hoffen die Veranstalter, ausverkauft sein - die Chancen dazu stehen gut. Thomas Steiner: „Eisenstadt ist nun endgültig in der internationalen Leichtathletik-Welt angekommen. Das Interesse der Spitzenathleten und von Zusehern ist auch heuer wieder enorm.“
Zudem zeigte sich Eisenstadts Bürgermeister stolz über die Entwicklung des Events und vor allem über die Nachhaltigkeit. Partner Raiffeisen etwa hat Trinkflaschen aus Zuckerrohr produzieren lassen und wird den Top-Athleten E-Autos zur Verfügung stellen, um nur zwei Beispiele zu nennen. Schließlich sei das Engagement in der Kombination Sport und Nachhaltigkeit „eine Herzensangelegenheit“, wie Raiffeisen-Landesbank-Vorstand Rudolf Suttner bestätigte.
Geboten werden den Besuchern neben nationalen und internationalen Top-Athleten auch infrastrukturelle Neuerungen vor Ort - etwa eine verdreifachte Video-Wall-Fläche, Zeitlupeneinspielungen, Backgroundinformationen und Showelemente. Die Tickets für die Raiffeisen Austrian Open werden übrigens erstmals auch über die Plattform Ö-Ticket verkauft. Ebenso sind Karten auf der Homepageder Leichtathletik Akademie Eisenstadt erhältlich, weitere Infos inklusive.
12 Bewerbe stehen am Programm - Stabhochsprung als spektakuläre Premiere
Ein besonderes programmatisches Highlight der 12 geplanten Bewerbe soll der erstmals ausgetragene Stabhochsprung-Bewerb werden. Unmittelbar vor der Haupttribüne werden die Athleten direkt vor den Fans - durch dünnes Plexiglas geschützt - „eine Flugshow auf Weltklasse-Niveau liefern“, wie Rolf Meixner vorfreudig klarstellt. Der Meeting-Direktor konnte gemeinsam mit Organisatorin Ronja Leitner sowie dem weiteren Team die Austrian Open in den Jahren Schritt für Schritt weiterentwickeln.
Welche Top-Athleten am 22. Mai in Eisenstadt zu sehen sein werden, soll in den kommenden Wochen und Monaten schrittweise bekanntgegeben werden. Erste Namen verriet Meixner bereits. Aus österreichischer Sicht wird Sprint-Ass Markus Fuchs fix dabei sein, auch Burgenlands 800 Meter-Staatsmeisterin Caroline Bredlinger wird definitiv starten. Das ergibt sich auch schon aufgrund der Bekanntgabe der ersten Bewerbe: 100 Meter Herren, 800 Meter Frauen sowie der besagte Stabhochsprung.
Was sich sonst noch im Bewerbsaufgebot befindet? Abwarten. Nur eines ist schon jetzt klar: Aufgrund der Neuerung „Stabhochsprung“ kann der Weitsprung in diesem Jahr nicht ausgetragen werden - der wäre nämlich nur an dieser Stelle möglich, wo heuer die besagte „Flugshow“ geplant ist. Über kurz oder lang soll aber an anderer Stelle der Anlage eine Weitsprung-Möglichkeit entstehen, sodass dann auch diese Bewerbe in einem Zug abgewickelt werden könnten.
Das alles sind mittlerweile Details, die Rolf Meixner so zusammenfasst: „Von der Größe her geht nicht mehr. Wir wollen jetzt nicht mehr größer, sondern nur noch besser werden. Das ist der Anspruch, dass wir in unserer Entwicklung noch besser, noch motivierender, noch nachhaltiger werden.“ Die Stoßrichtung ist jedenfalls längst eingeschlagen, denn: „Wir setzen auf die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern und wollen uns als super-nachhaltiges Meeting behaupten.“
Nachhaltig darf hier in erster Linie ökologisch verstanden werden. Aber auch organisatorisch trifft der Anspruch zu, wie Meixner mit Verweis auf das Traditions-Mehrkampf-Meeting in Götzis abschließend betont: „Wir haben das Projekt darauf ausgelegt, dass man die Raiffeisen Austrian Open über Jahre hinweg hier veranstalten kann.“