Strohmayer-Dangl stürmt zu ÖLV-Rekord über 400 m Hürden

Leichtathletik

41 Jahre hielt die Bestmarke von Thomas „Fuzzi“ Futterknecht. Beim P-T-S-Meeting in Banská Bystrica unterbot Niklas Strohmayer-Dangl den ÖLV-Rekord über 400 m Hürden in 49,18 Sekunden – und konnte seine Emotionen nach dem Zieleinlauf nicht mehr zurückhalten.

Strohmayer-Dangl stürmt zu ÖLV-Rekord über 400 m Hürden

© ÖLV/amri.sports

Der Traum ist Wirklichkeit geworden: Niklas Strohmayer-Dangl hat beim traditionsreichen P-T-S-Meeting in Banská Bystrica österreichische Leichtathletik-Geschichte geschrieben. Der 24-jährige Burgenländer lief die 400 Meter Hürden in 49,18 Sekunden und verbesserte damit den fast 41 Jahre alten ÖLV-Rekord von Thomas „Fuzzi“ Futterknecht (49,33 Sekunden) um 15 Hundertstelsekunden.

Es war jener Rekord, an dem Strohmayer-Dangl in dieser Saison bereits mehrfach gekratzt hatte. Mit Zeiten von 49,55, 49,47, 49,44 und 49,43 Sekunden hatte er seine außergewöhnliche Konstanz eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Nach seinem letzten Wettkampf in Budapest hatte der Burgenländer selbstbewusst angekündigt: „Die Konstanz ist da, da geht heuer sich noch mehr. Im zweiten Wettkampfblock sollten noch schnellere Zeiten kommen.“

Nach einem zweiwöchigen Trainingsblock platzte beim zur World Athletics Continental Tour zählenden Silber-Meeting in der Slowakei endgültig der Knoten. Auf Bahn sieben erwischte Strohmayer-Dangl ein nahezu perfektes Rennen und musste sich in einem hochklassigen Feld lediglich dem Katarer Bassem Hemeida (48,10) sowie dem Japaner Kazuki Kurokawa (48,71) geschlagen geben.

Schon unmittelbar nach dem Zieleinlauf ahnte der Burgenländer, dass ihm der große Wurf gelungen sein könnte. „Als ich die Siegerzeit von 48,10 aufleuchten sah, wusste ich, dass es ein Rekord für mich werden könnte“, erzählte Strohmayer-Dangl. Als wenig später die 49,18 Sekunden offiziell bestätigt wurden, brachen alle Emotionen aus ihm heraus. Der 24-Jährige riss jubelnd beide Arme in die Höhe, sprang vor Freude in die Luft – und kämpfte mit den Tränen.

„Ich wusste, dass ich irgendwann diesen Rekord laufen kann. Aber jetzt, wo es passiert ist, ist alles einfach nur ein Traum“, sagte der neue österreichische Rekordhalter mit bewegter Stimme. Mit den Freudentränen fiel auch der Druck der vergangenen Wochen von ihm ab.

Besonders bemerkenswert: Möglich wurde der historische Lauf auch durch eine technische Umstellung. Zum erst zweiten Mal in seiner Karriere gelang es Strohmayer-Dangl, bis zur sechsten Hürde den anspruchsvollen 13-Schritte-Rhythmus zwischen den Hindernissen durchzuhalten. Genau diese Veränderung brachte letztlich die entscheidenden Hundertstelsekunden.