UMIZ Unterwart zeigt Lajos Gerencser Gemälde
Leihgabe
Das Ölgemälde „KZ Mauthausen“ von Lajos Gerencser ist im UMIZ / Unterwart nun öffentlich zugängig.
Der Verein „Lila Winkel“ vertreten durch Bernd Gsell übergab das Bild als Leihgabe an das UMIZ. Institutsleiter Ladislaus Kelemen nahm das Bild mit Freude entgegen. Es soll im UMIZ einen Ehrenplatz bekommen und fortan der Öffentlichkeit zugänglich sein.
© Verein Lila Winkel
Rechtzeitig vor den Gedenkfeiern zum 5. Mai - anlässlich des Jahrestags der Befreiung des KZ Mauthausen – übergab der Verein „Lila Winkel“ das Gemälde „KZ Mauthausen“ an das UMIZ (Ungarisches Medien- und Informationszentrum) in Unterwart. Das Bild stammt vom burgenländischen Maler mit ungarischen Wurzeln, Lajos Gerencser.
Verfolgung, Haft und Flucht
Der Verein „Lila Winkel“ beschäftigt sich mit der NS-Opfergeschichte der Zeugen Jehovas (vormals Bibelforscher). Lajos Gerencser zählte als Angehöriger dieser Glaubensgemeinschaft in Ungarn zu der Gruppe der Doppelverfolgten. Als 10-jähriger schlug er sich als Straßenjunge in Andrashida durch, nachdem seine Mutter 1942 wegen ihres Glaubens zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. Er selbst wurde 1953 wegen Wehrdienstverweigerung zu acht Jahren und nach der Amnestie 1956 erneut zu sechs Jahren Haft verurteilt. Dies veranlasste ihn noch im selben Jahr zur Flucht nach Österreich.
Vor dem Hintergrund dieser persönlichen Opfergeschichte malte er das Bild „KZ Mauthausen“ in Erinnerung an seine Glaubensbrüder und Glaubensschwestern, die dort inhaftiert waren und ihr Leben lassen mussten.
Der Künstler Lajos Gerencser In den wenigen Jahren seines Aufenthalts in seiner Heimat Ungarn bekam er Privatunterricht von dem bekannten ungarischen Maler Bernard Aurel. 1986 eröffnete er sein eigenes Atelier in Csejke/Eisenberg in Südburgenland, wo er fast 40 Jahre mit seiner Frau Gunver lebte. Er malte nach seinem Motto „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“. Für sein künstlerisches Wirken erhielt er 2007 das Ehrenzeichen des Landes Burgenland.