Franz Geissler mit neuem Buch: Dieses Mal in Wiener Mundart
Literatur
Der Mattersburger Franz Geissler ist mit seinen „geschriebenen Karikaturen“ fixer Bestandteil der BVZ Mattersburg. Allwöchentlich erscheint ein Gedicht von ihm in Mattersburger Mundart. Geissler hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht, kürzlich erschien mit „Teuzeitprodabua: A Buagnlända in Wean bzw. a Weana im Buagnlaund“ sein jüngstes Werk.
Franz Geissler präsentiert sein neuestes Werk.
© Richard Vogler
e sind dabei zum ersten Mal in Wiener Mundart verfasst. „Ich bin ja zum Teil in Wien aufgewachsen, wir haben beim Prater gewohnt. Da lag es auf der Hand, dass ich einmal einen Gedichtband in Wiener Mundart veröffentliche“, berichtet Geissler, der weiter ausführt: „Ich habe damals Theater gespielt, Gedichte, Parodien auf Liedertexte und Witze verfasst. Ich war ständig bei den ,Spitzbuben„ und den ,Stehaufmandeln„.“
Zum Niederschreiben seiner Mundart-Gedichte kam er während eines Kuraufenthaltes in Bad Tatzmannsdorf vor mehr als zehn Jahren. „Zwischen den Therapieeinheiten hatte ich etwas Zeit, da habe ich dann einfach begonnen, Gedichte zu schreiben. Damals habe ich meine Erlebnisse in Mundartform verfasst. Dieses Buch trug den Titel ,Die Kur – eine achtteilige Ballade für Bewegungseingeschränkte und Blade“. Weitere Bücher folgten, dann kam die Idee, ein Buch in Wiener Mundart zu verfassen. „Ideen dazu und zum Teil Gedichte hatte ich bereits in petto, ich brauchte sie dann ,nur’ noch in Wiener Mundart ausformulieren.“
2024 begann er mit dem Schreiben für das aktuelle Buch. „Rund ein halbes Jahr habe ich zunächst gebraucht. Das aktuelle Werk beinhaltet eigene Erlebnisse, ist zum Teil autobiografisch und greift Ereignisse der letzten 65 Jahre auf, die selbstverständlich verfremdet und satirisch überhöht wurden“, so Geissler.
Ein passender Verlag mit „Vindobona“ war schnell gefunden. „Ich hatte zunächst 160 Seiten. Dann sind mir noch ein paar weitere Gedichte eingefallen, die Endfassung umfasst 280 Seiten. Die Gedichte sind zum Teil etwas unter der Gürtellinie.“ Das Werk ist bei Amazon, Thalia und in gängigen Buchhandlungen erhältlich.
Franz Geissler studierte nach der Matura Technische Chemie. Er war Gemeinde- und Stadtrat sowie Bürgermeister in Mattersburg und Vorstandsmitglied sowie Obmann beim Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland. 1975 trat Geissler an der Biologischen Station Illmitz in den burgenländischen Landesdienst ein und begann einige Jahre später, an der HTBLA Eisenstadt zu unterrichten.