Startschuss für Marillenernte in Kittsee

Marillengemeinde

Langsam aber sicher startet die Marillenernte in Kittsee. Ab dieser Woche werden Frühsorten geerntet, ab kommender Woche nimmt die Ernte Fahrt auf.

Landwirtschaftskammer-Präsident Nikolaus Berlakovich, Obmann Kittseer Marille Josef Maurovich, Martin Hejret und Marillenkönigin Leonie I.

Landwirtschaftskammer-Präsident Nikolaus Berlakovich, Obmann Kittseer Marille Josef Maurovich, Martin Hejret und Marillenkönigin Leonie I.

© Klaus Zwinger

Heuer rechnen die rund 45 Obstbäuerinnen und Obstbauern der Region mit einer durchschnittlichen Ernte – dafür in ausgezeichneter Qualität. Das gaben Josef Maurovich, Obmann des Vereins „Kittseer Marille" und Landwirtschaftskammer-Präsident Nikolaus Berlakovich bei einem gemeinsamen Pressegespräch bekannt.

Lokale Unterschiede durch Frost

Die vergangenen Jahre verliefen für die Marillenproduzenten alles andere als einfach. Totalausfälle durch Frost, Hagel oder Pilzkrankheiten prägten manche Saison. Auch heuer gibt es ein gespaltenes Bild: „Es gibt streifenweise Gebiete mit starken Frostschäden und dann wiederum Obstgärten mit vielen Früchten und keinen Schäden", erklärt Vereinsobmann Maurovich. Die bisherige Trockenheit habe noch keine nennenswerten Auswirkungen gezeigt. Die Früchte seien heuer besonders groß und schmeckten „wie gewohnt hervorragend fruchtig".

Immer weniger Bio-Marillen in Kittsee

Laut Martin Hejret, Vorstandsmitglied im Vereins Kittseer Marille, werden Bio-Marillen aus Kittsee immer weniger. Er selbst bewirtschaftete acht Jahre lang biologisch, bis es nicht mehr ging und er im letzten Jahr wieder auf die konventionelle Bewirtschaftungsweise umgesattelt ist.

„Durch die Wetterextreme und die zur Verfügung gestellten Pflanzenschutzmittel im Bio-Bereich haben wir einfach nicht die Power, unsere Marillenbäume durch schwierigere Phasen zu bringen. Daraus folgt ein extrem ungleicher Ertrag. Den Preis, der durch die biologische Bewirtschaftung anfällt, können wir nicht an den Konsumenten weitergeben“, so Hejret.

Preis bleibt mit fünf Euro pro Kilo stabil

Der Großteil der Kittseer Bauern verkauft direkt an die Konsumentinnen und Konsumenten. Der Preis liegt heuer unverändert bei fünf Euro pro Kilogramm. Über eine Online-Marillenbörse auf www.kittseer-marille.at können Interessierte einsehen, welche Produzenten aktuell Bestände haben, und direkt dort bestellen. Die Lieferung erfolgt ab Hof oder ab Marillengarten. Wer sicher gehen will, sollte telefonisch vorbestellen – die Nachfrage ist groß.