SeeWinkelgärten: Teamwork für Regionalität

Marktgärtnerei

Chris Weinert, Clara Heinrich und Pauli Reiner haben sich zusammengeschlossen, um im Gemüseanbau gemeinsame Sache zu machen.

Chris Weinert, Clara Heinrich und Pauli Reiner im Folientunnel.

Chris Weinert, Clara Heinrich und Pauli Reiner im Folientunnel.

© Klaus Zwinger

Es ist ein angenehmer, leicht regnerischer Wintertag, als wir die drei Marktgärtner Chris Weinert, Clara Heinrich und Pauli Reiner auf einem Anbaufeld mit mehreren Folientunneln nahe Frauenkirchen treffen. Die drei Gemüsebauern unterschiedlichster Betriebsgröße aus dem Bezirk haben sich kürzlich zu den „SeeWinkelgärten“ zusammengeschlossen, um gemeinsame Sache zu machen. Alle drei haben erst im Vorjahr mit der Marktgärtnerei begonnen, und kommen aus ganz unterschiedlichen Sparten.

SeeWinkelgärten: Teamwork für Regionalität

© Klaus Zwinger

Der Deutsche Chris Weinert arbeitet beispielsweise in der Gemeinde Gols und hat sich im Vorjahr mit seiner Gartenkiste (die BVZ berichtete) selbstständig gemacht. Er baut auf einer Anbaufläche von insgesamt rund 3.000 Quadratmetern hinter dem Dorfmuseum Mönchhof auf 600 bis 700 Quadratmetern sein Gemüse an und vertreibt es über seine Webseite www.gartenkiste.at. Zusätzlich liefert er an die Foodcoop der Netzwerkschmiede im Schlossahaus in Mönchhof.

Clara Heinrich wiederum verbrachte zuletzt zehn Jahre in Berlin, wo sie unter anderem in NGOs tätig war. Nun ist sie seit einigen Jahren zurück, im elterlichen Weinbaubetrieb angestellt und dabei Marketing und Kommunikation zuständig. Sie baut ihr Gemüse auf freien Flächen des Betriebs an und hat sich dabei auf Wintergemüse und Kohl spezialisiert. Ab Mai soll es dabei einen fixen Abholtag geben.

SeeWinkelgärten: Teamwork für Regionalität

© Klaus Zwinger

Pauli Reiner ist dabei der Profi in der Runde, seine Familie hat sich schon seit mehreren Generationen dem Anbau von regionalem Gemüse und Erdbeeren verschrieben. Dennoch gibt es auch für ihn immerzu Neues zu erlernen und so stieß auch er im Vorjahr zur Marktgärtnerei. Diese betreibt er in fünf Folientunneln auf einer geschützten Anbaufläche von rund 1.500 Quadratmetern sowie auf etwa 7.500 Quadratmetern auf dem Feld. Seine Familie betreibt einen Hofladen auf der Franziskanerstraße 45 in Frauenkirchen, gleichzeitig fährt Pauli aber auch einmal wöchentlich zum Wochenendmarkt nach Wien, wo er auch die Ware seiner Kollegen vertreibt.

Zusammen wollen sie nun Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig bei der Arbeit wie auch im Verkauf unter die Arme greifen. Außerdem soll den interessierten Kunden der Zugang zum Gemüse so einfach wie möglich gemacht werden. Die Zusammenarbeit ist dabei allerdings nicht nur auf das Trio beschränkt. Sophie Kovacs steht dem Team etwa im Bereich der Rezeptentwicklung zur Seite, denn nicht alle Gemüsesorten, die angeboten werden, zählen zu den Klassikern, die man sonst im Supermarktregal findet.

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© Klaus Zwinger

Generell rufen die drei zur Vernetzung auf - die SeeWinkelgärten haben noch Platz zum Wachsen. Auch wer außerhalb des Formats der Marktgärtnerei hochwertige Lebensmittel produziert, könne sich bei ihnen melden. Interessierte Verbraucher können sich unterdessen unter https://seewinkelgaerten.at in den Newsletter eintragen.