30 Jahre Taxi Fleck: „Ich bin ein Taxler und kein Politiker“

Mattersburg

1994 wagte Alex Fleck den Weg in die Selbstständigkeit. Am Freitag vergangener Woche lud der Taxi-Unternehmer zur 30-Jahr-Feier in das Mattersburger Autohaus Bogner.

Alex Fleck (M.) begrüßte zahlreiche Gäste. Die Wirtschaftskammer war mit Präsident Andreas Wirth (r.) und Fachgruppengeschäftsführer Bernhard Dillhof vertreten.

Alex Fleck (M.) begrüßte zahlreiche Gäste. Die Wirtschaftskammer war mit Präsident Andreas Wirth (r.) und Fachgruppengeschäftsführer Bernhard Dillhof vertreten.

© Richard Vogler

Der gebürtige Eisenstädter Alex Fleck begann seine berufliche Laufbahn mit einer Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann in Wien. Anschließend absolvierte er eine Lehre zum Schuhmacher im elterlichen Betrieb “Schuhhaus Fleck Eisenstadt”, ehe er den Job wechselte und als Fahrer beim Eisenstädter Taxiunternehmen Pfluger begann. „Es waren dann bald 90 Stunden, die ich damals pro Woche hinter dem Steuer gesessen bin“, berichtete Alex Fleck im Rahmen seiner Rede bei der Jubiläumsfeier. Mit der Kündigung beim damaligen Arbeitgeber erfolgte auch der Schritt in die Selbstständigkeit mit seinem „Taxi Fleck“ in Mattersburg. „Vor 30 Jahren hat Alex Fleck die ersten zwei Autos für sein Taxiunternehmen bei uns erstanden. Unsere Kooperation ist bis heute bestehen geblieben. Es war und ist noch immer ein partnerschaftliches, freundschaftliches Verhältnis“, berichtete Johann Horvath, Prokurist vom Autohaus Bogner.

„Taxi Fleck“ wuchs im Laufe der Zeit, der Fuhrpark wurde kontinuierlich erweitert und 2010 eröffnete Fleck in Neufeld an der Leitha seinen zweiten Standort.

„Die Taxiunternehmen werden oft unterschätzt, wir vermeiden Unfälle. Ich kann Gott nur danken, dass ich nach 30 Jahren hier stehen darf. Bei uns fahren 14 Autos, das älteste davon stammt aus dem Jahre 2017. Wir haben den besten Fuhrpark im Burgenland“, so Fleck, der auch nicht darauf vergaß, Dankesworte auszusprechen. Diese gingen unter anderem an seinen langjährigen Mitarbeiter Nebojsa Kracunovic, den man in Mattersburg nur unter seinem Spitznamen „Puma“ kennt. „Du bist jetzt 28 Jahre dabei. Puma, ich danke dir von ganzem Herzen“, hielt Fleck fest.

Fleck sparte jedoch auch nicht mit Kritik – diese ging in Richtung Land Burgenland. Seit 1. Juli fährt das „BAST“ (Burgenländisches Anrufsammeltaxi) auch im Bezirk Mattersburg. „Dies ist eine extreme Frechheit, sie fahren um ein Vielfaches billiger als die von der Privatwirtschaft geführten Taxiunternehmen. Man will im Burgenland das Taxi-Gewerbe zerstören.“ Nachsatz: „Gott sei Dank bin ich ein Taxler und kein Politiker.“