Gemeinderatswahl im kommenden Jahr: „Die Absolute soll fallen!“
Mattersburg
Noch etwas mehr als ein Jahr dauert es bis zu den Gemeinderatswahlen im Burgenland, parteiintern laufen jedoch bereits in vielen Gemeinden die Vorplanungen. In Mattersburg haben sich FPÖ und Grüne habe sich klar das Ziel gesetzt, die absolute Mehrheit der SPÖ zu brechen. Die aktuellen Partei-Chefs von SPÖ, ÖVP, FPÖ und Grünen wollen als Spitzenkandidaten wieder antreten, müssen jedoch noch das entsprechende „OK“ der einzelnen Gremien abwarten.
Im kommenden Jahr wird wieder der Mattersburger Gemeinderat gewählt.
© Richard Vogler
Bei der SPÖ will Bürgermeisterin Claudia Schlager erneut als Spitzenkandidatin antreten. „Natürlich würde ich gerne noch einmal die Mattersburger SPÖ in die Gemeinderatswahlen führen. Die Entscheidung soll im Rahmen der parteiinternen Vorbereitungen und einer Klausur im Herbst fallen“, hält Schlager fest. Als vorrangiges Ziel nennt die Bürgermeisterin die Verteidigung der absoluten Mehrheit im Gemeinderat. Bei der vergangenen Wahl, bei der Schlager zum ersten Mal antrat, konnte die SPÖ ein zusätzliches Mandat gewinnen. „Wenn wir den Stand halten können, ist das schon super“, sagt Schlager, schließt einen weiteren Zugewinn aber nicht aus.
Auch bei der ÖVP wird aller Voraussicht nach der Partei-Chef wieder antreten. „Der Plan ist, dass ich als Bürgermeisterkandidat ins Rennen gehe. Es sind jedoch noch einige Sitzungen in unseren Gremien ausständig“, so Obmann Thomas Haffer. Wahlziele wollte Haffer derzeit noch nicht nennen und verweist auf noch ausstehende Beratungen innerhalb der Partei.
Bei den Grünen gab es seit der letzten Gemeinderatswahl eine personelle Änderung. Die damalige Parteichefin Elisabeth Mendoza ist mittlerweile Ersatzgemeinderätin. Die Partei wird inzwischen von Klaus Jelinek geführt, der nun anstelle von Mendoza das Amt des Gemeinderats ausübt. Jelinek möchte nach aktuellem Stand als Spitzenkandidat antreten, die endgültige Entscheidung soll jedoch erst nach parteiinternen Beschlüssen fallen. Als Ziel nennt er den Erhalt des aktuellen Mandats und nach Möglichkeit einen Zugewinn. Darüber hinaus wünsche er sich ein Ende der absoluten Mehrheit der SPÖ, um mehr Vielfalt in die politischen Entscheidungen der Stadt zu bringen.
Nachdem die aktuell im Gemeinderat vertretene Liste „Johann Tschürtz – Vorwärts Mattersburg“ bei den nächsten Kommunalwahlen wieder als FPÖ-Ortsgruppe antreten wird, zeichnet sich auch dort die personelle Besetzung ab. „Es wird so sein, dass ich der Spitzenkandidat sein werde. Die offizielle Bestätigung steht jedoch noch aus und soll durch die Parteigremien erfolgen“, so Gerdenitsch. Als Ziel nennt Gerdenitsch eine Verdoppelung der bisherigen Mandatszahl. Wichtig für Gerdenitsch ist vor allem eines: „Die Absolute soll fallen!“
Die SPÖ gewann 4,34 Prozentpunkte dazu und steigerte sich von 51,31 auf 55,65 Prozent. Die SPÖ konnte dadurch ein zusätzliches Mandat gewinnen und hält nun 15 von 25 Gemeinderatssitzen.
Die ÖVP verlor 8,29 Prozentpunkte und fiel von 32,03 auf 23,74 Prozent zurück. Die ÖVP büßte zwei Mandate ein und sank von acht auf sechs Sitze.
Die Grünen verloren leicht und kamen auf 3,67 Prozent (-0,58 Prozentpunkte), konnten ihr einziges Mandat aber verteidigen.
NEOS traten erstmals an und erreichten 3,01 Prozent, verpassten jedoch den Einzug in den Gemeinderat.
Die Wahlbeteiligung sank von 74,18 auf 66,62 Prozent. Das entspricht einem Rückgang um 7,56 Prozentpunkte.
SPÖ-Bürgermeisterin Claudia Schlager holte bei der Bürgermeisterwahl 61,03 Prozent.
Bei der Gemeinderatswahl 2022 in Mattersburg wurden insgesamt 3.682 gültige Stimmen abgegeben.SPÖ: holte 2.049 Stimmen. Die anderen Parteien zusammen holten zusammen 1.633 Stimmen (ÖVP: 874 + TVM: 447 + Grüne: 135 / NEOS: 111 / MFG: 66).