Grüne Achse: „Das Gras wächst nicht von einem Tag auf den anderen“
Mattersburg
So mancher Mattersburger kann dem aktuellen Bild der Bauarbeiten für die „Grüne Achse“ nichts abgewinnen – zu viel Bepflasterung, zu wenig Grün wird hier immer wieder genannt. Bürgermeisterin Claudia Schlager bezieht nun Stellung.
Die Bauarbeiten für die „Grüne Achse“ befinden sich in der Endphase, nun gibt es mit „Jubiläumspark“ einen neuen Namen.
© Richard Vogler
Seit vergangenem Jahr wird an der „Grünen Achse“ gebaut, der Verbindungsweg zwischen Michael Kochstraße und Schulgasse, die im Veranstaltungsplatz mündet, ist ein Puzzlestück der „neuen Mattersburger Innenstadt“.
Die Bautätigkeiten befinden sich in der Endphase, so mancher Mattersburger kann der „Grünen Achse“ jedoch aktuell nichts abgewinnen. Zu viel Bepflasterung, zu wenig Platz für Begrünung sei somit vorgesehen, wodurch sich der Name „Grüne Achse“ „ad absurdum“ führe.
Dies will Bürgermeisterin Claudia Schlager so nicht stehen lassen. „Die Gestaltung der 'Grünen Achse' ist das Ergebnis von vier Workshops, bei denen die Bevölkerung aufgerufen war, mitzumachen, denn es wurde explizit der Wunsch nach Bürgerbeteiligung geäußert. Die Beteiligung war enttäuschend, nur sechs verschiedene Personen haben an den Workshops teilgenommen. Jeder Mattersburger hätte die Möglichkeit gehabt, daran teilzunehmen. Wenn jemand ein Wundermittel hat, der kann es mir zuschicken “, so Schlager, um festzuhalten: „Und das Gras, die Begrünung, die Sträucher, wachsen nicht von einem Tag auf den anderen.“
Zurück zum Projekt: Der bisherige Arbeitstitel „Grüne Achse“ darf nun dem offiziellen Namen, der kürzlich beschlossen wurde, weichen: „Wir freuen uns, dass die Bürger:innen unserem Aufruf für eine Namensfindung gefolgt sind und dürfen nun verkünden, dass im Stadtrat einstimmig für den 'Jubiläumspark' gestimmt wurde'“, berichtet Claudia Schlager. „Wir feiern im heurigen Jahr 100 Jahre Namensänderung von Mattersdorf zu Mattersburg und wollten hierzu einen Bezug im Namen haben. Der eingereichte Name 'Jubiläumspark' hat alle Vertreter:innen im Stadtrat überzeugt. Ich danke allen, die einen Vorschlag übermittelt haben – besonders der Namensgeberin Silvia Knop.“
Park wird ab August zugänglich sein
Die offizielle Eröffnung ist für den 8. September vorgesehen, zugänglich wird der Park voraussichtlich bereits ab August sein. „In den nächsten ein, zwei Wochen – je nach Witterung – erfolgt die finale Begrünung. Damit der Rasen gut und ungestört anwachsen kann, bleibt der Park im Juli noch geschlossen“, führt Schlager aus.
„Mit dem Jubiläumspark entsteht gerade ein wundervoller Ort der Begegnung und des Verweilens mitten in unserer schönen Stadt. Es wird zwei Pergolen geben, ein tolles Klettergerüst für Kinder, ausreichend Sitzgelegenheiten samt Tischen und natürlich auch entsprechende Beschattung. Ein großes Plus ist unserer Meinung nach der Trinkbrunnen, der installiert wird. Alles in allem wird hier Grünraum mit hoher Aufenthaltsqualität geschaffen“, ist Schlager überzeugt, um die Vorteile des „Jubiläumsparks' hervorzuheben: Bei der Gestaltung und Planung hat man auch Wert darauf gelegt, auf die jetzigen Klimaverhältnisse Rücksicht zu nehmen. Zudem wurde bei der Lichtgestaltung besonderer Wert darauf gelegt, weitere Lichtverschmutzung zu vermeiden.“