Grüne Sommertour: Vom Secondhand-Laden ins Wasserstofflabor

Mattersburg

Der vierte Tag der Sommertour des Grünen Landtagsklubs führte in den Bezirk Mattersburg. Klubobfrau Margit Paul-Kientzl und Landtagsabgeordneter Philip Juranich besuchten das gemeinnützige Beschäftigungsprojekt MEIN LADEN und das Prüflabor SCIOFLEX Hydrogen, den Abschluss bildete ein gemützliches Zusammensitzen in Bad Sauerbrunn.

Philip Juranich, Margit Paul-Kientzl, Mein Laden-Projektleiterin Nina Steiner, AMS-Mattersburg Geschäftsstellenleiter Markus Plattner, Vorstandsvorsitzende des Vereins Mein Laden Sandra Puntigam und Michael Strass

Philip Juranich, Margit Paul-Kientzl, Mein Laden-Projektleiterin Nina Steiner, AMS-Mattersburg Geschäftsstellenleiter Markus Plattner, Vorstandsvorsitzende des Vereins Mein Laden Sandra Puntigam und Michael Strass

© zVg / GRÜNER Landtagsklub Burgenland

Bei MEIN LADEN in Mattersburg erhalten langzeitbeschäftigungslose Menschen, Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger sowie ältere Personen für maximal ein Jahr einen Transitarbeitsplatz. Sie arbeiten im Secondhand-Geschäft, bei Übersiedlungen sowie im Haus- und Gartenbereich und werden sozialpädagogisch begleitet. Gespendete Kleidung, Möbel und Hausrat werden wiederverwendet.

„MEIN LADEN gibt Menschen nicht nur eine befristete Beschäftigung, sondern vor allem Struktur, neue Sicherheit und eine echte Perspektive. Hier werden Fähigkeiten sichtbar gemacht, Selbstvertrauen gestärkt und Menschen auf ihrem Weg zurück in den Arbeitsmarkt begleitet. Gleichzeitig zeigt das Projekt, wie sozialer Zusammenhalt und Ressourcenschonung durch Wiederverwendung zusammenpassen. Solche Initiativen sind ein Gewinn für alle Beteiligten, für die Region und für die Umwelt“, sagt Paul-Kientzl.

Bei SCIOFLEX Hydrogen untersucht das Unternehmen, wie sich Metalle, Kunststoffe und andere Werkstoffe unter Wasserstoffeinfluss verändern. Im Mattersburger Labor lassen sich Materialien bei einem Druck von bis zu 400 bar testen – Ergebnisse, die für die sichere Nutzung von Pipelines, Tanks und Ventilen relevant sind. Beim geplanten Ausbau einer europäischen Wasserstoff-Infrastruktur soll ein großer Teil des Netzes durch die Umrüstung bestehender Gasleitungen entstehen, was genaue Materialprüfungen und einheitliche technische Standards erfordert.

„Wir dürfen diesen Technologiezug nicht verpassen. China hat Wasserstoff längst zu einer strategischen Zukunftstechnologie erklärt und baut Forschung, Produktion und Infrastruktur mit hohem Tempo aus. Europa und Österreich brauchen klare Regeln, Investitionen und starke Forschungsstandorte. SCIOFLEX zeigt, welches international gefragte Know-how auch aus dem Burgenland kommen kann“, sagt Juranich.

Beim abschließenden Treffen in der Genussquelle Rosalia in Bad Sauerbrunn diskutierten die Abgeordneten mit Bürgerinnen und Bürgern über die letzte Meile im öffentlichen Verkehr und die fehlende Radweginfrastruktur im Bezirk. Weitere Themen waren die Streichung der KLAR!-Invest-Förderungen, Lichtverschmutzung sowie Naturschutz und die Sauberkeit öffentlicher Räume.