Wohnprojekt in der Angergasse: Die ersten Details
Mattersburg
Die Planungen für das Wohnprojekt in der Mattersburger Angergasse schreiten voran. Nach derzeitigem Stand soll im Sommer 2026 der Spatenstich erfolgen, die Fertigstellung ist im Jahr 2028 geplant. Neun Reihenhäuser und 28 Wohnungen werden entstehen.
Blick in die Zukunft: Bei diesem Modell ist ersichtlich, wie sich die Wohnnanlage in die Landschaft einfügen wird.
© Grafik: zVg
Wie die BVZ im vergangenen Dezember berichtete, schuf der Gemeinderat die letzten Voraussetzungen für den Bau. Der Stadtentwicklungsplan „Step 30“ wurde mit Beschluss im Gemeinderat abgeändert.“ Umgesetzt wird der Bau von der Firma Schöll Bau aus Forchtenstein unter der Marke Casa Immobilien. Nun präsentiert Geschäftsführer Hans Peter Schöll die ersten Details zum Bauvorhaben.
Das Areal befindet sich beim Verbindungsweg zwischen Anger- und Hirtengasse, der entlang der Bahn verläuft. Die Familie Schöll hatte das rund 7.000 Quadratmeter große Grundstück bereits im Jahr 2001 erworben. „Ursprünglich war angedacht ein Einfamilienhaus zu errichten, doch vor rund drei Jahren haben wir uns entschieden, das Areal für ein Wohnprojekt zu nutzen. Die Planung startete 2023, begleitet von Gesprächen mit der damaligen Amtsleitung und Bürgermeisterin. Der erste Entwurf datiert auf Jänner 2024“, berichtet Hans Peter Schöll.
Mittlerweile steht fest: Insgesamt 37 Wohneinheiten werden errichtet. Neun Reihenhäuser sowie 28 Wohnungen unterschiedlicher Größe, um die soziale Durchmischung zu fördern. Die zwei Wohnblöcke befinden sich im oberen Bereich des Areals, in Richtung Bahn situiert, die Reihenhäuser „unterhalb“. „Eine größere Verbauung wäre möglich gewesen: Zwischen 45 und 50 Einheiten wären sich ausgegangen“, so Schöll. Die Planungen gingen Schritt für Schritt zum finalen Bauvorhaben: Ursprünglich waren ausschließlich 48 Wohnungen vorgesehen; danach zehn Reihenhäuser plus Wohnungen, ehe man noch einmal auf die neun Reihenhäuser und Wohnungen reduzierte.
Das Grundstück umfasst 7.000 Quadratmeter und war bereits vollständig gewidmet – als Bauland-Mischgebiet. Die Lage bewertet Schöll als „sehr gut“: Die Aussicht sei einzigartig und die Angergasse ungewöhnlich breit, aktuell eher noch wenig befahren und biete durch ihre Nähe zum Ortszentrum eine attraktive Anbindung. Der Baustart ist für Sommer 2026 geplant, die Bauzeit soll rund zwei Jahre betragen – damit wäre 2028 mit der Fertigstellung zu rechnen. „Bei diesem innovativen Wohnprojekten werden Miete, Mietkauf oder gleich ein Kaufmodell angeboten“, so Schöll. Bei solch einem Projekt, das sich in einer etwas höheren Lage befindet, kommen schnell Bedenken auf, wonach das Landschaftsbild beeinträchtigt wird. „Diesen Aspekt haben wir natürlich auch einbezogen. Damit sich die Wohnanlagen optimal in das Landschaftsbild einfügen, wird das Gelände um eineinhalb bis zwei Meter abgegraben“, hält Schöll fest.
Besonderen Wert legt der Bauherr auf Ausstattung und Energieeffizienz. Die Einheiten werden „schlüsselfertig Plus“ übergeben – inklusive Küche, was bei schlüsselfertigen Projekten nicht selbstverständlich ist. Eine digitale Hausverwaltung via App ist ebenfalls Teil des Konzepts.Auch eine Tiefgarage ist vorgesehen um den Komfort für die Bewohner und den Grünflächenanteil am Projekt zu erhöhen. Technisch setzt das Unternehmen neben Tiefenbohrungen mit Erdwärmepumpe und einer Photovoltaikanlage inklusive Gründach auch auf Bauteil- bzw. Betonkernaktivierung: „In die Stahlbetondecken werden Leitungen integriert, die Heizung und Kühlung über Strahlungswärme ermöglichen. Das senke die Energiekosten deutlich – auf etwa 50 Euro pro Monat, die ausschließlich Stromkosten darstellen sollen“, erläutert Schöll.