Pflanzenworkshop in der Volksschule Markt St. Martin
MINT-Region
Die Schülerinnen und Schüler erlebeten Pflanzenkunde hautnah.
Im Rahmen des Workshops wurde auch an den Hochbeeten gearbeitet.
© zVg
Im Rahmen des MINT-Projekts „Smart Farming & Green Energy“ standen die Schüler und -innen im Mittelpunkt – und erlebten Pflanzenkunde hautnah, mit allen Sinnen und direkt in der Anwendung. Die Fachexperten und Fachexpertinnen der City Farm Wien, Andreas Thaller von Pannatura sowie Christian Vlasich, Geschäftsführer des BUZ Neutal und MINT-Manager der Region Oberpullendorf, waren vor Ort, um den Workshop zu begleiten und den Austausch mit der Schule zu intensivieren.
Im Zentrum des Workshops stand ein didaktisch abgestimmtes Konzept, das gemeinsam mit der Schulleitung und dem Team entwickelt wurde. Besonderer Fokus lag dabei auf dem Thema Phänologie: Die Schüler und Schülerinnen sollen künftig regelmäßig die Entwicklung der Pflanzen beobachten und dokumentieren – ergänzt durch Wetterdaten. Ziel ist es, nachhaltiges Lernen zu fördern und die Inhalte langfristig im Unterricht zu verankern.
Der Workshop zeigte , wie Lernen im Naturpark funktionieren kann: Spielerische Elemente, wie ein interaktives Quiz im Stil von „1, 2 oder 3“, vermittelten Wissen über Pflanzen, Wasserbedarf und Bodenlebewesen. Trotz herausfordernder Wetterbedingungen ließen sich die Schüler und Schülerinnen ihre Neugier und Begeisterung nicht nehmen.
Im weiteren Verlauf arbeiteten die Kinder direkt an den Hochbeeten. Unter Anleitung der Trainer und Trainerinnen der City Farm Wien – Doris, Benno und Dekla – wurden Pflanzen gesetzt, Erde bewegt und Natur aktiv erlebt. Die sichtbaren Ergebnisse: schmutzige Hände, strahlende Gesichter und ein nachhaltiger Lernerfolg. Auch kreative und sinnliche Zugänge kamen nicht zu kurz: Unterschiedliche Düngerarten wurden erraten, gerochen und diskutiert – nicht immer zur Freude aller Beteiligten, aber mit hohem Erinnerungswert. Besondere Aufmerksamkeit erregte zudem die Entdeckung eines sogenannten „Nesselläufers“, eines nützlichen Bodenorganismus, der – ähnlich wie Regenwürmer – zur Bodenlockerung beiträgt.
Christian Vlasich meinte: „Unser Ziel ist es, Kindern frühzeitig einen Zugang zu Natur, Technik und nachhaltigen Zusammenhängen zu ermöglichen. Wenn Lernen so praxisnah und mit Begeisterung passiert wie hier, dann entsteht genau das Interesse, das wir für die Zukunft brauchen.“ Direktorin Theresia Trummer ergänzte: „Für unsere Schule ist es entscheidend, dass Unterricht nicht nur im Klassenzimmer stattfindet. Die Verbindung von Theorie und Praxis, das Arbeiten mit den Händen und das eigene Entdecken – genau das begeistert unsere Schülerinnen und Schüler und bleibt nachhaltig im Gedächtnis.“
Der Pflanzenworkshop ist Teil eines größeren Projekts, das im ersten Halbjahr 2026 umgesetzt wird und neben weiteren Workshops auch technische Elemente wie den Bau eines FarmBots umfasst. Ziel ist es, Schüler und Schülerinnen frühzeitig für Naturwissenschaften, Technik und nachhaltige Zusammenhänge zu begeistern.