Unterkunftloser attackierte in Mattersburg Jugendliche

Mit Messer

Ein 46-jähriger Ungar hatte sich am 25. Juni 2026 in Mattersburg aufgehalten. Er geriet mit Jugendlichen in Streit und bedrohte diese mit einem Messer. Exakt zwei Monate später wurde er am Landesgericht Eisenstadt verurteilt.

Der Ungar muss eine Haftstrafe von neun Monaten verbüßen.

Der Ungar muss eine Haftstrafe von neun Monaten verbüßen.

© BVZ/Kirchmeir

Der Ungar lebt auf der Straße, in Wien hat er eine Meldeadresse. Einen Job hat er nicht, jedoch drei Vorstrafen. Wegen früherer Vorfälle besteht gegen ihn ein Waffenverbot.

Am 25. Juni 2026 war er am Bahnhof Mattersburg auf Jugendliche getroffen. Es gab einen Disput um die Benützung der Toilette und wechselseitige Beschimpfungen.

„Es stimmt, dass ich das Messer aus dem Rucksack holte“, gab der Angeklagte zu. Er sei mit dem Messer in der Hand auf und ab gegangen.

Trotz Waffenverbots Pfefferspray besessen

Als die Polizei kam, stellte diese fest, dass der Unterstandslose trotz Waffenverbots einen Pfefferspray mit sich führte.

„Den hatte ich zur Selbstverteidigung mit“, sagte der Angeklagte. „Wenn es Abend wird, habe ich Angst, attackiert zu werden“, berichtete er.

Das Küchenmesser, mit dem er die Jugendlichen bedroht hatte, habe er um drei Euro gekauft und zum Aufschneiden von Lebensmitteln verwendet.

Die Richterin sprach den Mann schuldig. Er wurde zu neun Monaten Freiheitsstrafe verurteilt und nahm das Urteil an.